Holzböden: Dielen, Parkett & Laminat

§ April 16th, 2014 § Filed under Innendesign § Tagged , Comments Off on Holzböden: Dielen, Parkett & Laminat

Bodenbeläge aus Holz wie Laminat, Fertigparkett und Massivholzdielen haben alle ihre eigenen Vor- und Nachteile. Wir stellen die Eigenschaften jedes Bodenbelags vor und zeigen verschiedene Verlegemethoden dieser Holzböden.

Möchten Sie einen Holzboden selbst verlegen, kommen vor allem Laminat, Holzfertigparkett und Massivholzdielen in Frage. Auch ein Furnierboden bietet sich an. Die Unterschiede dieser Bodenbeläge aus Holz haben wir hier übersichtlich für Sie aufbereitet:

Massivholzdielen:

Der Urahn aller Holzböden. Holzfußböden aus massiven Dielen waren bis weit ins 20. Jahrhundert die Fußboden-Lösung. Als konstruktive Einheit mit der Holzbalkendecke hatte sich der Baustoff Vollholz-Diele funktional wie gestalterisch bewährt: Das günstiges Baumaterial erlaubt eine einfache, raumbreite Verlegung, ist relativ verschleißfest und pflegearm. Erst mit dem Einzug der Stahlbetondecke in den (privaten) Wohnungsbau verschwand der Dielenboden aus der Wohnung. Heute erlauben clevere Verlegesysteme, die typische Atmosphäre von Massivdielen-Holzböden – von romantischem Landhaus-Look bis elegantem Gründerzeit-Stil – zurück ins Haus zu holen. mehr >>

Parkett:

Anders als beim Dielenboden, dessen Vollholzdielen in aller Regel raumbreit verlegt werden, ist Parkett ein kleinteiliger Holzboden, der vielfaältige Verlegearten und Verlegemuster erlaubt. Typische Formen sind das Schiffsbodenparkett, dessen Stäbe in Längsrichtung parallel verlaufen, das Fischgrätparkett, bei dem die Holzstäbe im 45°-Winkel zusammenlaufen, oder das sogenannte Industrieparkett, dessen hochkant auf dem Boden fest verklebte Holzlamellen (daher auch Hochkantlamellenparkett, HKL genannt) als relativ günstiges Abfallprodukt aus der Mosaikparkett-Produktion entstanden sind.

Fertigparkett:

Fertigparkett ist die technische Weiterentwicklung des handwerklich verlegten Parkettbodens. Auf einer stabilen Lage aus Massivholz wird beim Fertigparkett eine ca- 2-4 mm starke Nutzschicht aus Echtholz aufgebracht. Dadurch können die Materialkosten im Vergleich zu herkömmlichen Parkett deutlich reduziert werden. Die beliebten Eigenschaften des Holzbodens – natürliche Holzmaserung, Verlegemuster, weiche Haptik, Geruch, geringer Verschleiß – bleiben aber erhalten. mehr >>

Furnierboden:

Ein Furnierboden besteht aus einer Holzwerkstoff-Trägerplatte, genauso wie Laminat. Doch statt Fotopapier ziert eine Holzschicht die Oberfläche. Diese dünnen Furniere machen es möglich, auch edle Holzarten zu vertretbaren Paketpreisen anzubieten. Abschleifen lässt sich ein Furnierboden jedoch nicht. Bei Fertigparkett ist dies zumindest einmal möglich, wobei sich der Boden auf Grund der schwimmenden Verlegung stark verwinden und unregelmäßig abgeschliffen werden kann.

Laminat:

Unter den Holzböden ist Laminat der günstigste und vielleicht vielfältigste Bodenbelag. Zu den Holzbelägen zählt der moderne Bodenbelag wegen seiner Trägerschicht aus HDF, einer hoch verdichteten Holzfaserplatte. Das Holzdekor der Laminat-Elemente wird in verschiedenen Verfahren auf die Trägerplatte gedruckt und durch eine sehr dünne Kunstharzschicht versiegelt. Die einzelnen Elemente werden per Klick-Mechanismen (seltener noch unter Leimzugabe) miteinander fest verbunden und sind daher auch von Heimwerkern problemlos zu verlegen.

 

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