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Männer im Kreißsaal, Vater bei der Geburt dabei!

§ September 10th, 2014 § Filed under Eltern § Tagged , , , Comments Off on Männer im Kreißsaal, Vater bei der Geburt dabei!

In heutiger Zeit ist es eigentlich völlig normal, bzw. es wird erwartet, dass ein werdender Vater bei der Geburt seines Kindes dabei ist, um seine Frau / Partnerin im Kreißsaal zu unterstützen. Und obwohl es vielen Männern schwer fällt, ihre hochschwangeren Frauen in den Kreißsaal zu begleiten und die Geburt mitzuerleben, traut sich kaum einer „nein“ zu sagen, wenn das Thema „Männer im Kreißsaal“ angesprochen wird oder die Entscheidung, bei der Geburt dabei zu sein, bevorsteht. In den 70er-Jahren kam es eher selten vor, dass Männer im Kreißsaal waren, doch mittlerweile sind etwa neun von zehn Väter bei der Geburt ihres Babys dabei! Ein werdender Vater, der seine Frau / Partnerin nicht in den Kreißsaal begleiten will, gilt in unserer heutigen Gesellschaft als Macho oder Weichei.

Männer im Kreißsaal …muß der Vater bei der Geburt dabei sein?

Ob ein werdender Papa bei der Geburt seines Kindes dabei sein will oder nicht, das muss er selbst entscheiden. Sicher ist es für viele Frauen eine Hilfe, wenn ihr Mann / Partner sie bei der Geburt im Kreißsaal unterstützt, doch manche Männer sind damit schlichtweg überfordert. Schon allein der Gedanke, seiner geliebten Frau zusehen zu müssen, wie sie unter den immer stärker werdenden Wehen und der Geburt leidet, ist für so manchen werdenden Vater nicht gerade einfach. Sind Männer etwas sensibel oder fühlen sich schnell hilflos, so stellt sich teilweise auch die Frage, ob sie den Vorgängen im Kreißsaal bzw. bei der Geburt überhaupt gewachsen sind oder ob sie erschrecken und vielleicht sogar schockiert sind über den Anblick und den Ablauf einer Geburt. Zum einen erleben Männer im Kreißsaal nämlich mit, wie ihre Frau / Partnerin starke Schmerzen und Qualen ertragen muss und sie ihr nicht helfen können, zum anderen ist die Geburt eine blutige Angelegenheit, was auch nicht gerade einladend ist und so manchem werdenden Vater unter Umständen ganz schön zusetzt.

Die meisten Männer sind im Kreißsaal dabei!

Dennoch entscheiden sich die meisten Männer mit in den Kreißsaal zu gehen, nicht weil dies heutzutage selbstverständlich ist, sondern weil sie ihre Liebste unterstützen und sie in dieser Situation nicht alleine lassen möchten. Außerdem ist es den Männern wichtig, dass sie den intimen und wundervollen Moment im Kreißsaal miterleben können, wenn ihr Kind das Licht der Welt erblickt, seinen ersten Atemzug nimmt und den ersten Schrei macht. In der Regel wird einem frischgebackenen Vater zu gegebener Zeit von der Hebamme / dem Arzt angeboten, das Durchtrennen der Nabelschnur zu übernehmen. Sicher werden die meisten Väter dieses tolle und einmalige Erlebnis nie mehr vergessen, sondern ein Leben lang in guter und schöner Erinnerung behalten.

Frauen sollten ihre Männer nicht zwingen im Kreißsaal / bei der Geburt dabei zu sein!

Fühlen sich Männer nämlich unsicher und sagen von vorn herein, dass sie bei der Geburt lieber nicht dabei sein wollen, so sollten sie auch nicht gegen ihren Willen dazu überredet oder gezwungen werden, im Kreißsaal anwesend zu sein. Denn ist es nicht der eigene Wunsch eines werdenden Vaters, bei der Geburt seines Kindes dabei zu sein, sondern begleitet er seine Frau nur um des Friedens Willen in den Kreißsaal, obwohl er eigentlich mit der ganzen Situation beim Geburtsvorgang überfordert ist, so kann er seiner Frau sicherlich auch nicht wirklich beistehen und sie moralisch unterstützen. Im Gegenteil …der werdende Vater kann durchaus auch ohnmächtig werden und so selbst ärztliche Versorgung benötigen. Also sollten Frauen und auch andere Außenstehende die Entscheidung des werdenden Papas einfach akzeptieren und ihm kein schlechtes Gewissen einreden. Ist eine schwangere Frau der Meinung, dass sie im Kreißsaal dennoch die Unterstützung einer ihr vertrauten Person braucht, dann kann ggf. auch die Freundin, Schwester oder sonst eine nahe stehende Vertrauensperson der werdenden Mama mitkommen und ihr bei der Geburt beistehen.

Ist der Fall andersherum und eine schwangere Frau möchte keinesfalls, dass ihr Mann / Partner sie in den Kreißsaal begleitet und bei der Geburt dabei ist, dann sollte der werdende Vater dafür Verständnis aufbringen und ihren Entschluss ohne Vorwürfe hinnehmen, auch wenn es ihm schwer fällt und er vielleicht enttäuscht ist. Manche Frauen möchten einfach nicht, dass ihr Mann sie in einem solchen „Ausnahmezustand“ erlebt.

Werdende Eltern sollten sich gemeinsam auf die Geburt vorbereiten!

Paare, welche die Geburt ihres Babys in beiderseitigem Einvernehmen gemeinsam erleben möchten, sollten sich auch zusammen auf das „Abenteuer Geburt“ vorbereiten und einen Geburtsvorbereitungskurs belegen. Besonders wenn es sich um das erste Baby des Paares handelt, ist es äußerst sinnvoll, wenn die werdenden Eltern miteinander an einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen. In der Regel werden die Kurse zur Geburtsvorbereitung von Hebammen durchgeführt. Sie erklären den schwangeren Frauen und deren Männer / Partner genau, was im Kreißsaal bei der Geburt auf sie zukommen wird. Zudem gibt die Hebamme Auskunft bei sämtlichen Fragen, die von Seiten der Frauen und Männer gestellt werden. Neben Gesprächen und Ratschlägen erlernen die werdenden Mütter auch bestimmte Atemübungen und Entspannungstechniken, welche bei der Geburt zu einer Erleichterung führen. Die Rolle der Männer wird leider oftmals eher nur nebensächlich erwähnt, doch beim Erlernen von Atemübungen werden sie direkt mit einbezogen. Außerdem werden Männern im Geburtsvorbereitungskurs bestimmte Massagetechniken beigebracht, die sie dann während der Geburt bei ihrer Frau anwenden können, um ihr die Schmerzen etwas zu erleichtern. Ansonsten sind Männer im Kreißsaal eher für die moralische Unterstützung ihrer Frau zuständig. Zur Unterstützung der Gebärenden sollte der werdende Vater bei der Geburt neben seiner Frau sitzen bzw. sich oberhalb des Brustbereichs aufhalten, somit ist er auch nicht frontal mit der Geburtsbetrachtung konfrontiert.

Ferner müssen Männer im Kreißsaal auch damit rechnen, dass Frauen bei der Geburt ihre Schmerzen relativ laut veratmen oder sogar schreien und schimpfen… für so manchen Mann kommt dies total überraschend und er kann seine Frau beim Geburtsvorgang kaum wiedererkennen. Der Ausdruck „Kreißsaal“ kommt schließlich nicht von ungefähr, sondern ist auf das Wort „kreißen“, was soviel wie „schreien“ bedeutet, zurückzuführen.
Sollte es bei der Geburt allerdings zu unvorhergesehenen Komplikationen kommen, so dass eine PDA, ein Dammschnitt, eine Glockengeburt, Zangengeburt oder ein Kaiserschnitt erforderlich ist, dann verläuft die Entbindung natürlich ganz anders. Auch darauf sollte jeder werdende Vater vorbereitet sein.
Wird es einem Mann irgendwann zu viel, so sollte er zwischendurch einfach den Kreißsaal verlassen und an die frische Luft gehen oder einen Kaffee trinken, um sich wieder etwas zu erholen. Schließlich bringt es ja nichts, wenn er total erschöpft ist und womöglich umkippt. Paare sollten auf jeden Fall auch über diese Problematik sprechen und tritt diese Situation tatsächlich ein, so sollte die Frau trotz ihrer misslichen Lage Verständnis dafür aufbringen und ihrem Mann deshalb nicht böse sein.

Erfahrungsgemäß lässt die große Freude über das Kind Mütter die Strapazen und Schmerzen bei der Geburt schnell wieder vergessen …und viele Männer, die im Kreißsaal mit dabei waren sind stolz und glücklich, diesen emotionalen Moment der Geburt des Babys miterlebt zu haben. Kann sich ein Mann eben nicht dazu durchringen, seine Frau in den Kreißsaal zu begleiten und bei der Geburt dabei zu sein (weshalb auch immer), so ist es auch in Ordnung, wenn er gleich kurz nach der Geburt sein Kind kennenlernt.

 

Übernommen aus:

www.vorname.com/ratgeber/geburt/maenner-im-kreisssaal-vater-bei-der-geburt-dabei-5143

Wenn´s in der Stillen Nacht kracht – Der faire Weg zur Ehescheidung

§ April 15th, 2014 § Filed under Eltern § Tagged , Comments Off on Wenn´s in der Stillen Nacht kracht – Der faire Weg zur Ehescheidung

Düsseldorf (ots) – Alle Jahre wieder: Nach dem Fest der Liebe führt viele der Weg im Neuen Jahr zum Scheidungsanwalt. An Weihnachten werden Ehekrisen häufiger von den Partnern bemerkt und nicht selten kommt es zur Trennung. Bereits zwei von drei Ehen werden heutzutage geschieden. Kaum jemandem ist bewusst, dass mit dem Scheitern der Ehe auch eine wirtschaftliche Lebensgemeinschaft endet. Sensible Fragestellungen rund ums Geld wie Zugewinn und Unterhalt, aber auch der Erhalt des Vermögens, wollen professionell geregelt sein. Die Anwaltskanzlei für Familienrecht Dahmen-Lösche & Ehm mit Sitz auf der Kö in Düsseldorf begleitet ihre Mandanten seit mehr als zwanzig Jahren erfolgreich mit Engagement und Erfahrung durch diese schwierige Lebenssituationen. § Read the rest of this entry…

Eltern-Wortschatz

§ December 3rd, 2013 § Filed under Eltern § Tagged , Comments Off on Eltern-Wortschatz

Paaradox, das

= endlich mal Zeit füreinander haben (Kinder im Bett, Küche aufgeräumt, Wäsche aufgehängt), um dann doch nur schweigend nebeneinander auf dem Smartphone zu daddeln


Muttation, die

= Mütter, die nur noch symbiotisch in Wir-Form über ihre Kinder sprechen („Wir sind jetzt sauber.“ „Wir kommen nur noch ein Mal pro Nacht …“)


schockstarren § Read the rest of this entry…

Alle doof außer wir

§ May 31st, 2013 § Filed under Eltern § Tagged , Comments Off on Alle doof außer wir

Die Jagd ist eröffnet. Man erkennt das daran, wie sie ihre Köpfe senken. Ein leichtes Schaudern durchbebt ihre Leiber, bevor sie auf ungute Art fest werden – ungefähr so wie ein angetrunkener Mann, von dem man ahnt, dass er gleich losschlagen wird. Ihre Augen fixieren die Beute, folgen ihr wie nebensächlich, und lassen sie trotzdem nicht aus dem Blick. Sie lassen sie sogar ein, zwei Mal vorbeispazieren und warten, bis der geeignete Moment gekommen ist, um zuzuschlagen. Da! Die Beute verzieht sich, ein Mitglied der Brut hat sich auf der anderen Seite in einem Holzgerüst verkeilt. Der Augenblick ist mehr als günstig. Los geht’s. „Also ehrlich“, sagt die eine, „hast du das gesehen? Trägt ihr Kind nach vorne gedreht im Baby-Björn. Das Baby war doch höchstens drei Monate alt. Wie soll das denn die ganzen Eindrücke verarbeiten können!“ § Read the rest of this entry…

Schmerz empfinden und bewältigen lernen

§ April 14th, 2013 § Filed under Eltern § Tagged , , , Comments Off on Schmerz empfinden und bewältigen lernen

Kleine Kinder reagieren oft sehr intensiv auf Schmerzen oder lassen sich mit einem einfachen „Ist ja schon gut” nicht besänftigen. In jeder Situation Verständnis für das als übertrieben empfundene, kindliche Bedürfnis nach Hilfe oder Trost aufzubringen, ist für Erwachsene nicht immer leicht. Tatsache ist aber, dass auch emotionale Bedürfnisse des Kindes mit in das Schmerzempfinden hineinspielen. Schreck, Scham, Angst und natürlich auch das natürliche Bedürfnis nach Zuwendung können das Empfinden des Schmerzes verstärken. Hier ist auch die Vorbildfunktion der Eltern wichtig. Wenn Elternteile ihren Leiden besonders viel Aufmerksamkeit und Raum geben, werden auch Kinder eher viel Zuwendung und Hilfe erwarten.

Hinzu kommt, dass Säuglinge gar nicht und Kleinkinder nur bedingt deutlich machen können, wo genau das Problem liegt oder was ihnen fehlt. Dadurch sind sie z.B. während einer Säuglingskolik oder beim Zahnen dem Schmerz ganz anders ausgeliefert als Erwachsene. Es ist völlig in Ordnung, kleinen Kindern kindgerechte Medikamente zu geben, die den Schmerz beispielsweise beim Zahnen lindern. Wichtig ist, dass Eltern die Schmerzen ihrer Kinder ernst nehmen. Auch Zaubersalbe oder bunte Pflaster sind erlaubt. Viele Eltern befürchten, dass durch solche Spiele zu viel Theater um die kleinen „Wehwechen” der Kleinen gemacht werden könnte – dass der Schmerz als Aufmerksamkeitsmagnet instrumentalisiert wird. Dr. med. Raymund Pothmann vom “Zentrum Integrative Kinderschmerztherapie” sieht da kein Problem: „Einfache Ablenkstrategien wie Wegblasen von Seifenblasen, das Drücken der Hand der Mutter oder bei älteren Kindergartenkindern ein, Walkman mit ihrer Lieblingsmusik sind ebenfalls geeignet, die Bewältigungskompetenz des Kindes zu steigern.” Wenn es im Rahmen bleibt, sind spielerische Maßnahmen wie z.B. Rollenspiele durchaus geeignet, um der Auseinandersetzung mit dem Schmerzerlebnis eine erlebbare Form zu geben. Trost ist nie fehl am Platz, wenn das Kind Schmerz kundtut. Es ist aber gut, das Kind danach schnell wieder vom Thema abzubringen und zu zeigen: Das Leben geht jetzt weiter! Das Kind hat so das Gefühl behütet, gut versorgt und vor allem verstanden zu werden. Das ist genauso wichtig wie das Pflaster über dem Kratzer selbst. § Read the rest of this entry…