You are currently browsing the Essen / Trinken category

Guide MICHELIN 2017: 31 neue Sterne erstrahlen über Deutschland

§ January 30th, 2017 § Filed under Restaurants § Tagged , Comments Off on Guide MICHELIN 2017: 31 neue Sterne erstrahlen über Deutschland

Gastronomie weiterhin auf Spitzenniveau

Mit drei neuen 2-Sterne-Adressen und 28 neuen 1-Stern-Häusern kommt die Ausgabe 2017 des Guide MICHELIN Deutschland am 2. Dezember in den Handel. Insgesamt liegt die Zahl der Restaurants mit einem oder mehreren Sternen jetzt auf dem neuen Höchststand von 292 Betrieben. Dies sind 17 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Dazu Michael Ellis, internationaler Direktor des Guide MICHELIN: „Die Entwicklung der deutschen Spitzengastronomie bleibt dank zahlreicher junger, innovations-freudiger Köche auf sehr hohem Niveau. Vielfach haben sie ihr Know-how in internationalen Top-Häusern erworben und stellen ihr Können jetzt als Küchenchefs in eigenen Restaurants unter Beweis. Damit tragen sie maßgeblich dazu bei, dass die deutsche Gastro-Szene zu den besten in Europa und der Welt zählt“, so Ellis weiter.

Frischer Wind durch junge Küchenchefs

Zu dieser Generation hoch motivierter junger Köche zählt Shootingstar Tristan Brandt, der es zusammen mit seinem Team geschafft hat, dem Restaurant „Opus V“ in Mannheim innerhalb von nur zwei Jahren den zweiten MICHELIN Stern zu erkochen.
Erstmals mit zwei MICHELIN Sternen ausgezeichnet wurde ebenfalls das Restaurant „Geisels Werneckhof“ in München unter der Regie von Tohru Nakamura, der Spitzenküche mit japanischen Einflüssen kreiert. Auch er ist ein Vertreter der aufstrebenden jungen Küchenchefs.

Dritter neuer Aufsteiger in die 2-Sterne-Liga ist das Restaurant „Rutz“ in Berlin. Küchenchef hier ist Marco Müller. Die Bundeshauptstadt zählt damit sieben 2-Sterne-Häuser sowie zwölf 1-Stern-Restaurants und festigt damit ihren Ruf als kulinarischer Hotspot in Europa.

Zehn 3-Sterne-Häuser belegen Top-Niveau der Gastronomie

Die Zahl der deutschen 3-Sterne-Restaurants bleibt ebenfalls auf dem Stand von zehn Häusern. Damit behauptet Deutschland seinen Platz als europäisches Land mit den meisten 3-Sterne-Adressen nach Frankreich. Nur etwa einhundert Adressen weltweit tragen dieses Top-Prädikat für Kochkunst auf höchstem Niveau.

Einen neuen Spitzenwert verbucht der Guide MICHELIN Deutschland 2017 mit 243 Häusern bei den 1-Stern-Adressen. Insgesamt 28 Restaurants erhalten die begehrte Auszeichnung neu, davon mit dem „Bread & Roses“, „Le Flair“ und „Nenio“ gleich drei in Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt zählt damit zu den Gewinnern im Guide MICHELIN Deutschland 2017. Jeweils zwei neue 1-Stern-Häuser finden sich in Bonn, Köln und Nürnberg.

Trend zum „Casual Fine Dining“ hält an

Auf ihren Fahrten für die Ausgabe 2017 des Guide MICHELIN beobachteten die Michelin Inspektoren aktuelle Trends und Entwicklungen in der deutschen Küche und Gastronomie. So finden sich in der gastronomischen Top-Liga immer mehr Häuser, die auf hohem Niveau kochen und dabei eine legere, lockere Atmosphäre bieten. „Casual Fine Dining“ heißt dieser Trend, der auch ein jüngeres Publikum anspricht. Gerade in den Metropolen ist inzwischen eine lebhafte, abwechslungsreiche und spannende Gastronomie zu Hause.

„Bib Gourmand“ feiert 20. Geburtstag mit 472 Empfehlungen

2017 feiert der Guide MICHELIN Deutschland ein Jubiläum: Vor 20 Jahren erschien in der Ausgabe erstmals der „Bib Gourmand“. Das Prädikat für sorgfältig zubereitete Speisen zu moderaten Preisen (in Deutschland 37 Euro für eine dreigängige Mahlzeit) wird durch das schlemmende Michelin Männchen gekennzeichnet und war von Anfang an ein Erfolg bei den Lesern. Insgesamt 303 Restaurants erhielten im Premierenjahr 1997 einen Bib Gourmand. Im Laufe der Jahre nahm die Zahl der Adressen beachtlich zu. Für die Ausgabe 2017 des Guide MICHELIN Deutschland zeichneten die Tester 472 Häuser mit dem Prädikat für ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis und gute Küche aus. 60 Restaurants erhielten den Bib Gourmand neu.

Modernisiertes Layout erleichtert die Orientierung

Der Guide MICHELIN Deutschland 2017 erscheint in einem modernisierten, lesefreundlichen Layout. Die Anordnung der Empfehlungen ist übersichtlicher und praktischer: So stehen die Restaurant-Tipps vor den Hotelempfehlungen. Zusätzlich geben Schlüsselworte wie „traditionelle Küche, gastfreundlich“ oder „moderne Küche, elegant“ auf einen Blick direkt Auskunft über Küchenstil und Ambiente eines Restaurants oder den Charakter eines Hotels.

Insider-Tipps für Adressen mit dem „gewissen Etwas“

Weiteres Novum sind die Insider-Tipps der Michelin Inspektoren für Großstädte und touristische Zentren. Diese speziellen Empfehlungen sind zusammen mit einem Foto der jeweiligen Städte vorangestellt und beinhalten eine kurze Auswahl der Häuser, die durch ihre Atmosphäre, typische Spezialitäten für die Region oder ihre reizvolle Lage bestechen. Hierbei handelt es sich neben besonderen Hotels nicht nur um Sterne-Adressen, sondern ebenso um „Bib Gourmand“-Häuser, aber auch bodenständige Restaurants mit Lokalkolorit und guter Küche.

MICHELIN Teller weist auf „eine Küche von guter Qualität“ hin

Erstmals erscheint im Guide MICHELIN Deutschland 2017 auch ein neues Symbol, der MICHELIN Teller. Das Piktogramm steht für „eine Küche von guter Qualität“ und ist all jenen Restaurants vorangestellt, die nicht mit einem oder mehreren MICHELIN Sternen oder einem „Bib Gourmand“ ausgezeichnet sind. Das Symbol weist die Leser darauf hin, dass bereits die Aufnahme in die Auswahl des Guide MICHELIN als Zeichen für eine Küchenleistung über dem Durchschnitt zu werten ist.

Neue Hotelauswahl legt Wert auf Lage, Ambiente und Gastronomie

Der Guide MICHELIN Deutschland 2017 erscheint mit einer im Vergleich zur Vergangenheit deutlich reduzierten Hotelauswahl. Hintergrund: Als Antwort auf geänderte Reisegewohnheiten und Erwartungen der Leser listet der Titel künftig insbesondere solche Häuser, die über ein gewisses Plus verfügen und den Aufenthalt zu einem besonderen Erlebnis machen. Dazu zählen zum Beispiel eine besonders reizvolle Lage, ein charmantes Ambiente, ein großzügiger Wellnessbereich, modernes Design oder ein Hotelrestaurant mit besonders guter Küche.

Einheitliche Bewertungsmaßstäbe rund um die Welt

Der Guide MICHELIN gilt als internationale Referenz unter den Gastronomie- und Hotelführern. Die Basis dieses Vertrauens sind seine strengen Bewertungskriterien, die für alle 28 Länder, in denen der Guide erscheint, einheitlich sind. Für die Auswahl der Adressen im Guide MICHELIN ist ein erfahrenes Team aus fest angestellten, anonym arbeitenden Michelin Inspektoren verantwortlich. Alle Tester verfügen über eine fundierte Ausbildung und Erfahrung in internationaler Spitzenhotellerie und -gastronomie und haben zusätzlich eine intensive Ausbildung bei Michelin absolviert. Bei ihren Reisen auf der Suche nach den besten Restaurant- und Hoteladressen urteilen sie nach einem festen, an objektiven Maßstäben ausgerichteten Bewertungssystem, das sich im Laufe vieler Jahre bewährt hat. Deshalb steht der Guide MICHELIN für internationale Vergleichbarkeit und ein weltweit hohes Qualitätsniveau.

Ab 2. Dezember im Buchhandel

Der Guide MICHELIN Deutschland 2017 ist ab 2. Dezember für 29,95 Euro im Buchhandel erhältlich (Österreich: 30,80 Euro, Schweiz: 39 Franken). Außerdem lassen sich die Restaurant-Empfehlungen online über die Website „Bookatable by Michelin“ abrufen (https://www.bookatable.com/de). Die 54. Ausgabe des renommierten Hotel- und Gastronomieführers empfiehlt auf 1.176 Seiten insgesamt 2.306 Restaurants und 1.972 Hotels, davon:

292 Restaurants mit MICHELIN Sternen

10 3-Sterne-Restaurants
39 2-Sterne-Restaurants, darunter drei neue
243 1-Stern-Restaurants, darunter 28 neue
472 „Bib Gourmand“-Restaurants, darunter 60 neue

Das Spektrum der im Guide MICHELIN gelisteten Häuser reicht vom Landgasthof über das Gourmetlokal bis hin zur gut geführten Familienpension. Darüber hinaus listet der Guide MICHELIN zahlreiche Wellness-Hotels bis hin zu traditionsreichen Grandhotels

Sternerestaurants 2017 nach_Bundesland sortiert (PDF-Datei)

Sternerestaurants 2017 nach Orten sortiert (PDF-Datei)

Homepage besuchen:

http://www.hoga-pr.de

Keine Weinprobe ohne Sekt

§ March 28th, 2016 § Filed under Wein & Spirituosen § Tagged , Comments Off on Keine Weinprobe ohne Sekt

Am Ortsausgang von Schliengen im südlichen Markgräflerland, etwa 20 Kilometer von der schweizerischen Grenze entfernt, hat Markus Büchin einiges vor. Dort will der 36 Jahre alte gelernte Weinbautechniker sein eigenes Weingut bauen. Einen langgestreckten, zweigeteilten Bau – einen Verkaufsraum mit Galerie, daneben die Produktions- und Lagerhalle. Im September, rechtzeitig zur Traubenernte, soll dann alles fertig sein. „Künftig werden Weinproben zwischen den Edelstahltanks angeboten“, sagt Büchin. Er ist seit dem Jahr 2007 zunächst nebenberuflich selbständig gewesen. Er hat nun vor kurzem den Schritt gewagt, sein eigenes Weingut aufzubauen.

Er geht dabei nicht den klassischen Weg, einen bestehenden Betrieb zu übernehmen. In den Neubau investiert er rund 2 Millionen Euro. Schwierigkeiten habe er keine gehabt, die notwendige Finanzierung durch die örtliche Bank zu bekommen. „Normalerweise wird die Landwirtschaft ja immer etwas kritisch angesehen“, sagt der junge Winzer, der bislang seine Weine in der Winzergenossenschaft Haltingen ausgebaut hat. Dort hat er bis vor kurzem hauptberuflich auch als Kellermeister gearbeitet.

Schon während der Schulzeit sei für ihn klar gewesen, dass er einmal einen landwirtschaftlichen Beruf ergreifen wolle. Dabei stammt Büchin nicht einmal aus einer Winzerfamilie. Sein Großvater hatte zwar einen landwirtschaftlichen Betrieb, zu dem auch ein paar Weinberge gehörten. Aber die habe er verkauft, erzählt der Vater von drei Kindern, der zusammen mit seiner 31 Jahre alten Frau, einer Hebamme, das Weingut Büchin aufbaut.

Erfahrungen sammeln in Südafrika

Nach der Ausbildung zieht es ihn für ein Jahr nach Südafrika. Dort werde anders mit dem Thema Wein umgegangen als in Deutschland: „Da wird nicht nur nach dem Zuckergehalt geschaut.“ Neben dem Mostgewicht des unvergorenen Traubensafts wird beispielsweise auf den Säuregehalt geschaut. Der Badener ist während seines Auslandsaufenthalts auf einem Gut tätig gewesen, das von einer schweizerischen Familie betrieben wird. Er habe dort alles gemacht. Dort lernt er auch Traubensorten kennen, die in seiner badischen Heimat nur äußerst selten angebaut werden wie die rote Rebsorte Syrah. Sie zählt zu den edelsten Sorten überhaupt.

Mit 25 Jahren wird er schließlich Kellermeister bei der Winzergenossenschaft Haltingen. Damals der jüngste in Deutschland. Wenig später fängt er an, selbst Wein zu machen. Angefangen habe er mit einem Hektar Rebfläche. Heute sind es insgesamt 18 Hektar. Damit liegt Büchin im Mittelfeld der privaten Weingüter im Markgräflerland. Seine Hauptrebsorten sind Gutedel und Spätburgunder, gefolgt von Grau- und Weißburgunder. Hinzukommen Syrah und Sauvignon blanc.

Mehr zum Thema

Einen Teil der Anbaufläche habe er gepachtet, sagt Büchin. Seine Weinberge liegen zwischen Weil am Rhein und Bad Krozingen. Und in der Mitte befindet sich die rund 7000 Einwohner zählende Gemeinde Schliengen, in der es insgesamt zehn Weingüter inklusive der örtlichen Genossenschaft gibt. Inzwischen verkauft Büchin seine Weine an mehr als 40 Händler in ganz Deutschland sowie in einem kleinen Geschäft vor Ort. Im vergangenen Jahr habe er 140.000 Flaschen abgefüllt.

Wie baut man einen Kundenstamm auf?

Der Weg zum hauptberuflichen Winzer sei jedoch nicht immer einfach gewesen. Zu Beginn des neuen Jahrzehnts habe er sich auch schon einmal kurz überlegt, das Ganze wieder aufzugeben. Das Problem war der Aufbau eines Kundenstamms: Zunächst habe es nur sehr wenige Kunden gegeben.Und nicht jeder bestelle zudem gleich. Privatkunden zu gewinnen sei ein langwieriger Prozess, sagt Büchin. Deshalb habe er von Anfang an auf den Weinfachhandel und die Gastronomie gesetzt.

Im vergangenen Jahr hat Büchin einen Umsatz von 500.000 Euro gemacht. Rund 60 Prozent der Erlöse werden mit Weißwein gemacht, der Rest mit Rotwein. Winzersekt bietet er gleichfalls an. „Das ist die wichtigste Plattform bei Weinproben. Ohne Sekt geht keine Weinprobe“, sagt Büchin. Das Weingut besteht aus ihm, seiner Frau, die für die Buchhaltung zuständig ist, und drei Angestellten. Im April komme ein weiterer Mitarbeiter hinzu. Ein Angestellter kümmere sich nur um das Marketing. Dabei habe die Vermarktung eine sehr hohe Priorität. Von sich selbst sagt der Winzer: „Ich kann nicht nur im Keller oder im Büro sein. Ich muss raus.“ Aber auch dort draußen macht er Marketing. So bietet er gemeinsam mit der Genossenschaft im Nachbarort Auggen Weinwanderungen an, bei denen die edlen Tropfen zugleich verköstigt werden.

Um seinen noch etwas versteckt liegenden Laden bekannter zu machen, hat sich Büchin ebenfalls etwas einfallen lassen: Zweimal im Jahr findet vor seinem Ladenlokal ein Fest statt. Da kämen immer so um die 1000 Personen, berichtet er. Mit Hilfe solcher Veranstaltungen gelinge es verstärkt, Privatkundschaft zu gewinnen. Über das Internet, also einen Online-Shop, verkauft der noch junge Winzer seine Weine aber nicht. Aber die sozialen Netzwerke Facebook & Co. seien für die Vermarktung wichtig und ein sehr bedeutender Informationskanal, denn der Weinbautechniker bedient eine eher junge Klientel. Die meisten Menschen, die sich für sein Angebot interessierten, seien zwischen 30 und 40 Jahre alt. Und die finden ihn bald in seinen neuen Verkaufsräumen in Schliengen.

 

Entdeckt auf:

www.faz.net

1001 Leckerbissen

§ March 7th, 2016 § Filed under Rezepte § Tagged , Comments Off on 1001 Leckerbissen

Rezepte: Hans Gerlach

Es wird mal wieder Zeit für etwas Abwechslung auf dem Abendbrottisch? Wir hätten da ein paar leckere Ideen!

 

Falafel mit Kräuterjoghurt und Quittenchutney (4-6 Portionen)

Das braucht man:
500 g Kichererbsen (trocken)
2 Knoblauchzehen
200 g Zwiebeln
1 Bund Koriander oder Petersilie
1 getrocknete Chilischote
je 1 TL Piment, Koriander und Kreuzkümmel
1 Prise Zimt
1 TL Salz
½ TL Backpulver
100 g Sesam
neutrales Öl zum Ausbacken

Joghurtdip:
1 Bund Dill
½ Gurke
Salz
Kreuzkümmel
250 g Rahm-joghurt 10%
etwa ½ TL Harissa

Quittenchutney:
250 g Schalotten
500 g Quitten
150 g Datteln oder getrocknete Aprikosen
1 gestr. TL Salz
100 g Zucker
2 EL Sonnenblumenöl
1–3 Chilischoten
1 TL Ras el-Hanout (oder ½ TL Kreuzkümmel)
2 Bio-Orangen
125 ml Apfelessig

So geht´s:

Falafel
1. Kichererbsen in reichlich kaltem Wasser 24 Stunden quellen lassen.
2. Dill waschen, trocken schütteln und hacken. Gurke schälen, längs halbieren, die Kerne herauskratzen. Das Fruchtfleisch grob raspeln, salzen und in einem Küchentuch fest ausdrücken. Gurke, Joghurt und Dill mischen, mit Salz, Harissa und Kreuzkümmel abschmecken.
3. Kichererbsen abgießen, abtropfen lassen. Knoblauch und Zwiebeln schälen, Koriander waschen, trocken schütteln, alles grob würfeln und hacken. Alles zusammen durch den Fleischwolf lassen (feine Scheibe) oder im Blitzhacker nicht zu fein pürieren. 2 Stunden ruhen lassen, dann mit den Gewürzen und Backpulver (ohne den Sesam) ein zweites Mal durch den Wolf lassen oder durchmixen.
4. Mit einem Esslöffel walnussgroße Teigportionen abstechen. Einen Teller mit nicht zu viel Sesam bestreuen, Falafel darin wenden, flach drücken oder zu Kugeln formen und beiseite legen. Eine große, beschichtete Pfanne 0,5 cm hoch mit Öl füllen (für Kugeln eher 3 cm). Erhitzen, bis von einem ins Fett geworfenen Kräuterblättchen sofort Bläschen aufsteigen. Falafel in mehreren Portionen nacheinander goldbraun ausbacken, gut abtropfen lassen. Falafel mit Joghurtdip und Quittenchutney servieren.

Quittenchutney
1. Schalotten schälen, in Scheiben schneiden. Quitten waschen, vierteln, dabei das Kernhaus entfernen, das Fruchtfleisch auf einer groben Reibe zerkleinern. Datteln entkernen, schälen und grob schneiden. Alles in einen Topf geben, salzen und mit Zucker mischen. 20 Minuten ziehen lassen.
2. Chilischoten waschen und in Ringe schneiden, zusammen mit Ras el-Hanout zu den Quitten geben. Orangen waschen, die Schale einer Orange hauchdünn abschälen, den Saft von beiden Früchten auspressen, beides zu den Quitten geben und 20–40 Minuten bei schwacher Hitze garen. Dabei den Deckel auflegen, erst kurz vor Schluss abnehmen, den Essig und das Öl zugeben und bei größerer Hitze marmeladenartig einkochen. Harte Quittensorten benötigen eine deutlich längere Garzeit als weiche Sorten – falls die Flüssigkeit knapp wird, bevor die Quitten weich sind, noch etwas Wasser zugeben. Für die Kinder einen Teil ohne Chili zubereiten.
3. Das fertige Chutney in sterilisierte Schraubdeckelgläser füllen und wie Konfitüre lagern.

 

Webseite:

http://www.nido.de/artikel

Vegane und glutenfreie Backzutaten

§ December 13th, 2015 § Filed under Essen / Trinken § Tagged , Comments Off on Vegane und glutenfreie Backzutaten

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker wird aus dem Blütensaft der Kokospalme gewonnen. Er schmeckt aber nicht etwa nach Kokos, sondern hat ein feines Karamell-Aroma. Kokosblütenzucker macht sich fein in Gebäck, Heißgetränken wie Tee oder Kakao oder auch in Cocktails und lässt sich 1:1 wie brauner Zucker dosieren. Aufgrund seines aufwändigen Herstellungsprozesses ist er allerdings vergleichsweise teuer (z. B. in Bio-Qualität von Dr. Goerg 280 g ca. 8 Euro, in Reformhäusern und Bio-Läden).

Xylit

Der Zuckeraustauschstoff wird aus Holzfasern bzw. durch Fermentieren von Traubenzucker gewonnen. Er enthält bis zu 40 % weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker und soll sogar besser für die Zähne sein (erhältlich z. B. im Reformhaus).

Agavendicksaft

In der veganen Küche dient er oft als Honigersatz. Er wird aus der Blauen Agave gewonnen und ist als helle und auch als dunkle Variante erhältlich – Letztere wird weniger stark filtriert und schmeckt karamelliger (z. B. “Dunkler Agaven-Dicksaft” von Lihn, Reformhaus). Der Saft besteht hauptsächlich aus Fructose, die u. a. für Übergewicht verantwortlich sein soll – deshalb besser nur sparsam verwenden.

Vegane Schokolade

Vegane Schokolade wird aus Soja- und Reismilch, statt Kuhmilch hergestellt (z. B. “Rice Milk vegane helle Schokolade” von Rapunzel, in Reformhäusern und Bio-Läden).

Haferflocken

Haferflocken enthalten eigentlich kaum Gluten (Klebereiweiß), doch es gibt oft Verunreinigungen bei der Verarbeitung. Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie) sollten also besser kontrolliert glutenfreie Produkte nehmen (z. B. “Glutenfreie Haferflocken Kleinblatt” von Bauckhof).

Natives Kokosöl

Natives Kokosöl wird in einem schonenden (Kalt-)Pressverfahren gewonnen und enthält keine sogenannten Trans-Fettsäuren – gut für den Cholesterinspiegel. Dezent im Geschmack, passt es zu Gebäck, aber auch zu asiatischen Gerichten. Nicht wundern: Es verflüssigt sich erst ab einer Temperatur von ca. 24 Grad (z. B. “Kokosöl nativ” von Bio Planète, in Bio-Läden und Reformhäusern).

Keksmehl

Keksmehl wie “Kuchen und Kekse – Mix C” von Dr. Schär kann bei Gluten-Unverträglichkeit normales Mehl im 1:1-Mengenverhältnis ersetzen.

Mandel- oder Cashew-Mus

Beide Mus-Sorten bestehen zu 100 % aus den jeweiligen (gemahlenen) Nusskernen. Sie eignen sich nicht nur für die vegane Weihnachtsbäckerei, sondern auch wunderbar als Grundlage für Smoothies, Eiscreme oder Soßen.

Rohes Kakaopulver

Rohes Kakaopulver wird bei der Herstellung nicht über 40 Grad erhitzt und enthält auffallend viele Mineralstoffe wie Magnesium. Durch seinen intensiven Geschmack ist es eine großartige Backzutat. Rohe Schokoprodukte mit einem hohen Kakaoanteil von mindestens 70 % sind übrigens immer die gesündere Alternative. Verglichen mit herkömmlichem Kakaopulver ist es jedoch recht teuer (z. B. “Rohes Bio Kakaopulver” von lifefood, 150 g ca. 9 Euro, erhältlich z. B. in Bio-Läden).

 

Adresse der Quelle:

www.brigitte.de/rezepte/backen/vegane-backzutaten-1261823

The Next Generation Of Barkeepers: Maria Koppmaier & Tristan Bantle, Capri Lounge Köln

§ December 3rd, 2015 § Filed under Wein & Spirituosen § Tagged , Comments Off on The Next Generation Of Barkeepers: Maria Koppmaier & Tristan Bantle, Capri Lounge Köln

New Amsterdam Vodka hat in Kooperation mit jungen deutschen Barkeepern eine innovative Rezeptreihe erarbeitet: „The Next Generation Of Barkeepers“ steht für individuelle, kreative und experimentelle Drinks – speziell für die „Generation Y“. Im zweiten Teil stellt about-drinks Maria Koppmaier und Tristan Bantle (Capri Lounge in Köln) sowie ihre gemeinsame Kreation „Send me a Message“ exklusiv vor.

Was waren bisher die wichtigsten Stationen in Ihrer Laufbahn als Barkeeper?
Maria Koppmaier: In meiner Laufbahn hatte ich schon viele unterschiedliche Stationen in Deutschland, aber auch im Ausland. Ich war unter anderen in Kanada, Österreich und der Schweiz und konnte in der Zeit viele verschiedene Bars und auch die unterschiedlichen Trinkkulturen der Länder kennenlernen.
Tristan Bantle: Ich hatte zwar noch nicht allzu viele Stationen in meiner Laufbahn, aber während meiner Zeit auf den AIDA-Kreuzfahrtschiffen konnte ich viele unterschiedliche Eindrücke sammeln und auch viele Rum-Destillerien in der Karibik besichtigen und kennenlernen.

Was war Ihre bisher coolste eigene Kreation?
Maria Koppmaier: Meine coolste eigene Kreation bisher war eine Variation des „Old Fashioned“ mit Rum, Chambord, Rotweinsirup, Lagaluvin und Schokoladenbitter.
Tristan Bantle: Meine coolste eigene Kreation nennt sich „¿Por qué no?“, was übersetzt „Warum nicht?“ bedeutet. Der Drink wird mit einem Rum aus Trinidad und Falernum, das ist ein süßer Sirup, der in vielen karibisch angehauchten Drinks verwendet wird, gemischt. Außerdem kommen noch Feigensenf, Rosmarin und ein Sourmix in den Cocktail.

Was macht für Sie einen guten Vodka aus?
Maria Koppmaier: Ein guter Vodka sollte weich und mild im Geschmack sowie im Geruch sein. Außerdem darf er für mich keine negativen Alkoholnoten merken, man sollte ihn im Drink also nicht sofort herausschmecken.
Tristan Bantle: Ein guter Vodka muss für mich vor allen Dingen zwei Kriterien erfüllen. Zum einen sollte er mild im Geschmack sein und zum anderen darf der Vodka nicht zu intensiv nach Alkohol riechen.

Wer sind Ihre persönlichen Vorbilder aus der Barszene und warum?
Maria Koppmaier: Jeffrey Morgenthaler aus den USA finde ich super, da er seit langer Zeit schon einer der Top Barkeeper und auch Blogger ist. Er hat jetzt ein Buch auf den Markt gebracht hat, „The Bar Book“, das sich vor allem mit Bartechniken beschäftigt und nicht wie viele Bücher davor „nur“ mit Drinks.
Tristan Bantle: Sehr beeindruckt bin ich von Jamie Boudreau aus dem Canon in Seattle, weil er für mich der perfekte Barkeeper ist! Er hat ein ungemeines Wissen über Spirituosen und Geschichten, außerdem arbeitet er stets an neuen Trends und vergisst dabei „die guten alten Zeiten” nicht!

Was trinken Sie selbst am liebsten?
Maria Koppmaier: Ich selbst trinke am liebsten einen „Martinez“, das ist ein klassischer Cocktail, der als Vorgänger des „Martini“ gilt. Genau wie bei seinem Nachfolger gibt es viele Variationen des Martinez, generell wird er aber mit Gin gemischt und bekommt durch Wermut eine leicht süßliche Note.
Tristan Bantle: Ich selbst bin ein großer Fan von Variationen des „Old Fashioned“ auf Rum-Basis. Als „Old-Fashioned“ werden die wichtigsten klassischen Cocktails bezeichnet. In der ursprünglichen Form bestehen sie immer aus einer Spirituose, Zucker, Wasser bzw. Eis und Cocktail-Bitter.

What’s next: Was ist für Sie das nächste Trendgetränk?
Maria Koppmaier: Für mich sind Mezcal, beziehungsweise Tequila das nächste Trendgetränk, schließlich ist Tequila nur eine Art des Mezcal. Die mexikanische Spirituose wird aus unterschiedlichen Agave-Sorten hergestellt, Tequila hat seinen Namen übrigens von der Stadt, in der er hergestellt wird und wird ausschließlich aus der Blauen Agave gebrannt.
Tristan Bantle: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein Drink mit Gin sein wird, hoffe es aber nicht.

Wie sollte Ihrer Meinung nach die perfekte Bar der Zukunft aussehen?
Maria Koppmaier: Für die perfekte Bar der Zukunft geht es hoffentlich back to the roots, also zurück zur klassischen Barkultur mit einer guten Spirituosenwahl und klassischen Cocktails wie dem „Manhattan“ und „Old Fashioned“ in allen Variationen.
Tristan Bantle: Die Bar der Zukunft, davor kräuseln sich eher meine Haare. Allzu viel kann und sollte sich da nicht verändern. Ich denke die Barszene wird in Zukunft noch molekularer. Ich für mich bleibe jedoch ein Fan der klassischen Bars im Retrostil mit viel Holz, Leder, Jazz und natürlich den Barklassikern. Ein sehr gut aufgestelltes Bar-Back, in dem das ein oder andere Rum- oder Whiskeyschätzchen lauert, sollte auch nicht fehlen!

Die Drink-Kreationen von Maria Koppmaier und Tristan Bantle:

Send me a Message

  • 700 ml New Amsterdam Vodka
  • 5 Aprikosen, halbiert
  • 1 Stange Rhabarber
  • 1,5 cl Zuckersirup
  • 1,5 cl Ziegler Weinbergpfirsischlikör
  • 3 dash Rhabarberbitter
  • 2 dash Angosturabitter
  • 10 Blätter Minze
  • 1 Stück Rhabarber

Für die Aprikosen-Rhabarber-Infusion die halbierten Aprikosen und eine Stange Rhabarber für 24 Stunden mit dem New Amsterdam Vodka einlegen. Anschließend alle Zutaten in einen Silberbecher geben, mit Crushed Ice auffüllen und solang rühren bis sich ein Eispanzer außen am Becher bildet. Zum Abschluss mit der Minze und dem Stück Rhabarber garnieren.

Artikel-Quelle:

http://www.about-drinks.com/the-next-generation-of-barkeepers-maria-koppmaier-tristan-bantle-capri-lounge-koeln/

Tiramisu-Rezepte für ein “dolce vita”

§ November 25th, 2015 § Filed under Essen / Trinken § Tagged , Comments Off on Tiramisu-Rezepte für ein “dolce vita”

Hausgemachtes Tiramisu ist das beste Rezept für alle, die in Erinnerungen an den letzten Italienurlaub schwelgen wollen – und für alle Tiramisu-Fans.

Was schmeckt mehr nach “dolce vita” als Tiramisu? Das bekannte italienische Dessert stammt aus Venetien, hat heute aber Fans auf der ganzen Welt. Bekannt ist es aber schon seit dem Mittelalter. Das erste Mal wurde der Begriff “Tiramisù” (italienisch für “Zieh mich hoch”) übrigens 1970 in Treviso gebraucht.

Für das klassische Tiramisu-Rezept werden Löffelbiskuit und Mascarpone-Creme abwechselnd geschichtet. Die Löffelbiskuits werden in kaltem Espresso getränkt. Oft wird der Espresso auch noch mit alkoholischen Getränken wie Marsala-Wein, Amaretto oder Weinbrand gemischt. Natürlich gibt es auch alkoholfreie Varianten von Tiramisu.

Ganz wichtig: Wenn das Tiramisu fertig geschichtet ist, muss es für mehrere Stunden in den Kühlschrank. Denn dadurch wird das Tiramisu erst fest. Bevor das Dessert serviert wird, noch die letzte Cremeschicht mit Kakaopulver auf das gekühlte Tiramisu auftragen. Ob klassisch, schnell, frühlingshaft mit Erdbeeren, kalorienarm mit Äpfeln, mit oder ohne Alkohol oder sogar herzhaft: Das Team der BRIGITTE-Küche kennt für die besten Rezepte für Tiramisu.

Tiramisu-Rezepte – von Tiramisu ohne Alkohol bis Erdbeertiramisu

Tiramisu mit Kaffeelikör

Wenn wir schon nicht nach Italien in den Urlaub fahren können, dann holen wir uns das italienische Lebensgefühl einfach nach Hause. Dieses Tiramisu bringt Ihnen “La dolce vita” in die eigenen vier Wände. Zum Rezept: Tiramisu mit Kaffeelikör

Tiramisu “light”

Als Dessert ist Tiramisu oft zu wuchtig. In unserer Schlank-Version heißt es: Mascarpone adé und erfrischendes Apfelkompott unter die Quark-Frischkäse-Haube. Und weil es ohne Alkohol ist, ist das Rezept auch für Kinder geeignet. Zum Rezept: Tiramisu “light”

Rhabarber-Tiramisu

Wir haben das Tiramisu frühlingsfein gemacht: mit den knusprigen Mandelkeksen Cantuccini und dem beglückend süß-sauren Duo Mascarponecreme und Rhabarber. Zum Rezept: Rhabarber-Tiramisu

Trüffel-Tiramisu

Für Fans von Trüffel gibt es diese köstliche Tiramisu-Variante mit Marsala-Wein. Und die für Tiramisu klassischen Löffelbiskuits dürfen natürlich auch nicht fehlen. Zum Rezept: Trüffel-Tiramisu

Glutenfreies Tiramisu

Ohne Löffelbiskuit kein Tiramisu? Von wegen! In diesem glutenfreien Rezept kommen Maisstärke und gemahlene Mandeln zum Einsatz. Zum Rezept: Glutenfreies Tiramisu

Erdbeer-Tiramisu

Wir lieben Tiramisu – und wir lieben Erdbeeren! Da lag die Idee nahe, unsere beiden Favoriten zu einem Dessert zu vereinen. Das Ergebnis: unwiderstehlich. Zum Rezept: Erdbeer-Tiramisu

Spekulatius-Tiramisu

Zur Weihnachtszeit ein Spekulatius-Tiramisu: Damit überraschen Sie Ihre Adventsgäste und machen Spekulatius damit zu einem köstlichen Dessert. Zum Rezept: Spekulatius-Tiramisu

Herzhaftes Tiramisu

Wer sagt denn, Tiramisu ist immer süß? Dieses Rezept beweist jedenfalls, dass es auch mal herzhaft sein darf. Zum Rezept: Herzhaftes Tiramisu

Original italienisches Tiramisu – das beste Rezept

Das perfekte Tiramisu ist cremig, aber nicht matschig. Rike Dittloff zeigt Schritt für Schritt im Video, wie das Rezept gelingt – ein Hoch auf den Klassiker!

Zutaten für 4 Portionen Tiramisu

150 Gramm Zucker
6 frische Eigelb
450 Gramm Mascarpone
2 Esslöffel Amaretto
150 Milliliter Espresso
220 Gramm Löffelbiskuits
Kakaopulver zum Bestäuben

Tiramisu zubereiten – Schritt für Schritt erklärt

1. Schlagen Sie Eigelbe und Zucker drei bis vier Minuten cremig. Achtung: Die Eier müssen frisch sein!
2. Heben Sie nun die Mascarpone unter die Zucker-Eimasse.
3. Gießen Sie den Amaretto in den Espresso, tunken Sie einige Löffelbiskuits kurz hinein und schichten Sie sie dann in die Form. Verfahren Sie so, bis der Boden der Form bedeckt ist.
4. Streichen Sie einen Teil der Mascarponecreme über die Löffelbiskuits. Tunken Sie weitere Löffelbiskuits kurz in die Espresso- Amarettomischung, legen Sie sie auf die Mascarponecreme und bestreichen sie wiederum mit Mascarponecreme.
5. Lassen Sie das Tiramisu drei bis vier Stunden im Kühlschrank durchziehen.
6. Holen Sie das Tiramisu kurz vor dem Servieren aus dem Kühlschrank und bestäuben es mit Kakao.

Statt Amaretto mit Espresso können Sie zum Beispiel auch Kakao verwenden.

fertig in 10 Minuten – plus 4 Stunden Ruhezeit

zur Webseite:

www.brigitte.de

10 Gründe, warum wir Sandwiches lieben

§ October 20th, 2015 § Filed under Essen / Trinken § Tagged , Comments Off on 10 Gründe, warum wir Sandwiches lieben

  • 1. … weil sie sich mit fast allem zubereiten lassen

    “Heute gibt es Sandwiches!” Heißt übersetzt: Heute machen wir Resteverwertung! Alles, was der Kühlschrank hergibt, kommt zwischen zwei Brotscheiben. Denn das Gute an Sandwiches ist, dass man immer Zutaten da hat, um sie zuzubereiten.

  • 2. … weil man sie zu jeder Tageszeit essen kann

    Sandwiches gehen immer. Der Beweis: 7 Uhr morgens, Zeit zum Frühstücken. Schnell soll es gehen und Kraft für den Tag geben. Was bietet sich da besser an als ein Sandwich? 13 Uhr mittags. Kartoffeln gab es gestern schon, Nudeln gibt es morgen. Und wenn man unterwegs ist und wenig Zeit für ein ausgedehntes Mittagessen hat, macht man sich morgens ein leckeres Sandwich, das man zur Not auch zwischendurch am Schreibtisch essen kann. 19 Uhr abends. Kein großer Hunger und keine große Lust auf etwas Schweres. Wie wär’s mit einem Sandwich mit viel Salat und frischen Zutaten als Belag?

  • 3. … weil sie sich so gut mitnehmen lassen

    “Bitte nicht schubsen, ich habe ein superleckeres Sandwich im Rucksack!” denkt man sich, wenn man in der U-Bahn steht. Verpackt in eine Brotdose ist es der perfekte Begleiter für einen langen Tag. Und nicht nur zur Arbeit lässt es sich gut mitnehmen – auch beim Picknick, auf dem Spielplatz oder auf der langen Autofahrt zu Oma und Opa ist es nicht zu toppen. Außerdem schmeckt es noch viel besser, wenn die Soße ein wenig durchgezogen ist.

  • 4. … weil sie praktisch nebenbei zu essen sind

    Ein weiterer Grund, Sandwiches zu lieben: Wenn man sich geschickt anstellt, sind sie sehr leicht zu essen. Sie schmieren (fast) nicht, man braucht keinen Teller und man muss nur eine Hand benutzen. Wenn man sich geschickt anstellt …

  • 5. … weil sie gesund sind

    Ach, Sandwiches sind auch nur Fast Food. Falsch! Es ist so einfach, eine gesunde, eine vegetarische oder sogar eine vegane Variante zuzubereiten. Man braucht nur die passenden Zutaten. Und wenn es um die Kreativität der Zutaten geht, sind einem bei Sandwiches glücklicherweise keine Grenzen gesetzt.

  • 6. … weil man den Herd nicht anschmeißen muss

    Heute bleibt die Küche kalt. Zu viel zu tun, um sich an den Herd zu stellen? Etwas Einfaches und Schnelles muss her. Ein Sandwich ist im Handumdrehen gemacht.

  • 7. … weil sie auch warm sehr gut schmecken

    Nicht, dass wir uns falsch verstehen: So ein belegtes Brot muss nicht zwangsweise kalt gegessen werden. Warm schmeckt es genauso gut. Hach, Sandwiches sind so vielseitig.

  • 8. … weil sie sowohl Vorspeise, Hauptspeise als auch Beilage und Nachtisch sein können

    Sandwiches sind vielseitig. Sie können als kleiner Appetizer vorweg gemacht werden, üppig belegt passen sie auch als Hauptgericht und etwas kleiner als Beilage zur Suppe. Und als Ice-Cream-Sandwiches können sie sogar das Beste von allem sein: das Dessert.

  • 9. … weil sie sowohl Klein als auch Groß schmecken

    Es steht schon wieder ein Kindergeburtstag bevor? Und die Wahl der Snacks ist immer noch nicht getroffen? Keine Panik. Denn alle Kinder lieben Sandwiches. Und Onkel Jürgens Fünfzigster? Da sollte man doch auch etwas für das Büffet mitbringen … Auch hier eignen sich die bunten Brote perfekt. Mit ein paar besonderen Zutaten machen sie sich richtig gut neben den ganzen Kartoffelsalaten.

  • 10. … weil sie so variabel sind

    “Heute habe ich Lust auf Italienisch. Oder Chinesisch, das hatte ich auch ewig nicht mehr.” Darf es auch ein Sandwich sein? Belegt mit Entenbrust und einer süß-sauren Soße hat es etwas Chinesisches, mit Tomate und Mozzarella ist es italienisch. Man kann es nicht anders sagen: Sandwiches können einfach alles.

 

Zuerst veröffentlicht auf:

http://www.brigitte.de/rezepte/koch-trends/warum-wir-sandwiches-lieben-1253911/

Fotostrecke: 11 Lebensmittel, die sich lange halten

§ September 22nd, 2015 § Filed under Essen / Trinken § Tagged , Comments Off on Fotostrecke: 11 Lebensmittel, die sich lange halten

Manche Lebensmittel verderben schnell, andere halten sich fast ewig. 11 Lebensmittel, die sich richtig lange halten – und die ihr bedenkenlos aufbewahren könnt.

Honig

Honig hält sich sehr lange, kann aber auch verderben, wenn er nicht richtig gelagert wird. Honig deswegen immer fest verschließen, kühl und trocken lagern. Wenn Flüssigkeit oder andere Fremdstoffe in den Honig gelangen, kann dieser schneller verderben. Honig muss seit dem 1. August 2004 mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen werden. “Honig ist im Allgemeinen bei sachgerechter Lagerung (kühl, trocken, dunkel) über mehrere Jahre haltbar”, schreibt der Deutsche Imkerbund e.V. auf seiner Seite.

Zucker

Auch Zucker kann – wie Salz – nicht schlecht werden. Denn Lebensmittel verderben durch Bakterien und Mikroorganismen – und die brauchen Sauerstoff und “ungebundenes Wasser”, wie es die Experten von “Wissen macht Ah!” erklären. “Zucker enthält aber kein ungebundenes Wasser. Bakterien kommen natürlich auch auf Zucker vor – aber sie verdursten und sterben und können sich so natürlich auch nicht vermehren.”

Salz

Salz braucht jeder im Haushalt. Die gute Nachricht: Es wird nie schlecht. Ausnahme ist jodiertes Speisesalz, das ein Mindesthaltbarkeitsdatum hat.

Tee

Tee hält sich ebenfalls sehr lange.

Weißweinessig

Destillierter Weißweinessig wird eigentlich nie schlecht. Auch hier gilt: fest verschließen, kühl und dunkel lagern. Vorsicht bei aromatisierten Essig-Sorten. Die haben einen geringeren Säuregehalt und können verderben. Außerdem kann das Aroma verfliegen. Deswegen gilt auch bei diesen Flüssigkeiten: Flasche immer gut verschließen.

Maisstärke

Wer Maisstärke fest verschlossen lagert, sodass keine Feuchtigkeit eindringen kann, kann sich sehr lange über seinen Vorrat freuen. Denn auch Maisstärke gehört zu den Lebensmitteln, die sich richtig lange halten.

Ahornsirup

Ahornsirup gehört ebenfalls zu den Lebensmitteln, die so gut wie ewig haltbar sind – vorausgesetzt er wird richtig gelagert. Wer ihn im Kühlschrank aufbewahrt, kann sich lange drüber freuen.

Nudeln

Nudeln haben zwar ein Mindesthaltbarkeitsdatum, sind aber praktisch ewig haltbar. Denn wie bei Salz und Zucker können Bakterien auch bei diesen Trockenprodukten kaum überleben.

Reis

Dasselbe gilt für Reis. Ausnahme: Vollkornreis. Er enthält noch den Keimling mit Fett im Kern. Und das kann ranzig werden.

Konserven

Theoretisch halten sich Konserven auch weit über das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Konsistenz, Farbe und auch der Geschmack können sich allerdings verändern, ohne dass der Inhalt tatsächlich verdorben ist. Vorsicht ist geboten, wenn Konserven Dellen oder Löcher aufweisen und Fremdstoffe in die Konserve gelangen konnten. Solche Konserven lieber entsorgen.

Schnaps

Ob Schnaps nun ein Lebensmittel ist, darüber lässt sich streiten. Als Genussmittel wird Schnaps normalerweise aber eher selten getrunken. Da freut man sich über die gute Nachricht, das Schnaps quasi nie schlecht wird und auch das Aroma nicht so schnell verfliegt.

 

Quelle:

www.brigitte.de/rezepte/

Foodstyling kann man lernen

§ July 27th, 2015 § Filed under Essen / Trinken § Tagged , Comments Off on Foodstyling kann man lernen

Visionen am Teller: ab Herbst foodstyling-Workshops für Profis

foodstyling ist für viele noch ein „Fremdwort“. Saša Asanović, foodstylist, Absolvent der Masterclass in Los Angeles, startet im Herbst die nächste Workshop-Serie für Profis aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Luxemburg und Südtirol.

Düfte, Temperaturen und Geschmäcker von Gerichten und Lebensmitteln auf Fotos sichtbar machen? Geht das? Nicht nur gehobene Küche, sondern auch ein Paar Frankfurter Würstl so abzulichten, dass dem Betrachter eines Plakates, Fotos, Inserates, einer Speisekarte, Filmes, das Wasser im Mund zusammenläuft?

Ja, das geht! Mit foodstyling!

In zwei praxisorientierten Tagen gibt der ausgebildete Gastroprofi und Erwachsenentrainer Saša Asanović seine Erfahrungen weiter, verrät wertvolle Tipps und Tricks für professionelles foodstyling. Denn um ein, den Betrachter sofort ansprechendes Bild zu bieten, müssen foodstylisten die Eigenschaften jedes Lebensmittels genau kennen. Jetzt steht das Herbstprogramm für eine neue Workshop-Reihe fest. Asanović, selbst Koch: „Als foodstylist muss ich wesentlich mehr Know How haben, als ein Koch. Zum Beispiel bei Polenta. Ich muss wissen wie der Duft, die Farbe, die Konsistenz ist, die die Polenta ausmachen.“

Nummer 1 in Mitteleuropa.

Der 1. foodstyling Workshop für Profis startet am 25. September 2015 in Wien und spricht FotografInnen, KöchInnen, KüchenchefInnen, FoodbloggerInnen, KochbuchautorInnen, Foodies, StylistInnen, ArtdirektorInnen an. Die Kosten sind überschaubar und können zum Teil gefördert werden.
Bereits Anfang April hat der Gastroprofi und Erwachsenentrainer Workshops abgehalten. Fotos und ein Video auf facebook zeigen das positive Feedback. Saša Asanović liegt mit seinen Foodworkshops in der Erwachsenenausbildung, seiner Art Wissen zu vermitteln und Kreativität zu fördern in Mitteleuropa ganz vorne.

Meisterklasse im Juni.

Eine „Meisterklasse“ findet von 19. bis 20. Juni 2015 im Studio der food artists in Wien statt. Getränke, Bierschaum & Bubbles – das perfekte Brathuhn – Dampf & Feuer – nicht essbares Fake-Ice sind Thema. Hier sollen Teilnehmer mit foodstyling Vorkenntnissen, in kleinen Teams ein eigenes Projekt umsetzen, von der Idee bis zum Shooting.

TERMINE für die foodsytling Workshops im Herbst:

25. + 26. SEPTEMBER 2015
INTENSIV WORKSHOP
Aufgaben eines foodstylisten − Werkzeug und Equipment
Schnelle Reparaturen mit tollen Ergebnissen – Müsli & Suppen − Burger & Sandwiches − gekochte Eier & Spiegeleier − Gegrilltes & Gebratenes sowie Salate & Veganes.
Keine Vorkenntnisse erforderlich!
Einschließlich einem Shooting-Assistenzeinsatz nach Terminvereinbarung.

19. + 20. JUNI und 16.+ 17. OKTOBER 2015
MEISTERKLASSE
Getränke, Bierschaum & Bubbles − das perfekte Brathuhn – Dampf & Feuer
Nicht essbares Fake-Ice − Sie setzen Ihr eigenes Projekt von der Idee bis zum Shooting selbst um. Je nach Teilnehmeranzahl können Projekte in 2er bis 4er-Teams realisiert werden. Vorkenntnisse im foodstyling unbedingt erforderlich!
Einschließlich einem Shooting-Assistenzeinsatz nach Terminvereinbarung.

Saša Asanović:
Absolvent der foodstyling Masterclass, L.A.,
Kalifornien unter Denise Vivaldo & Cindie Flannigan, Schüler von Lou Manna, New York
1986 bis 1995 Küchenleitung in führenden Häusern der österreichischen Gastroszene
1995 bis 1997 Absolvent der Erwachsenentrainer Ausbildungsakademie
Über 30 Unternehmen im In- und Ausland zählen zu seinen Kunden

Bild: Saša Asanović Apfelstrudel.jpg © foodstyle@asanovic.at

 

Link zur Homepage:

www.hoga-pr.de/veranstaltungen

Fleisch­los grillen: Vegetarische und vegane Rezepte für den Grill­abend

§ July 19th, 2015 § Filed under Rezepte § Tagged , Comments Off on Fleisch­los grillen: Vegetarische und vegane Rezepte für den Grill­abend

Sie können Veggie-Wurst und Grill­käse nicht mehr sehen? Die fleisch­lose Küche präsentiert neue Ideen für den Rost: Folienkar­toffeln, marinierte Champignons, Zucchini und Auberginen – das sind die vegetarischen Vorreiter in der ansonsten fleisch­lastigen Grill­welt. Heute ist Grillen ohne Fleisch die Königs­disziplin. Neue Gerichte sind interna­tional inspiriert und mehr als nur Beilagen

Avocado für die Quesadillas

Papri­kastreifen, gehackte Chilis, geriebener Käse und in Scheiben geschnittene Avocado liefern eine Füllung für Quesadillas. Die mexika­nischen Weizen- oder Maisf­laden lassen sich gefüllt gut wenden, wenn man sie in ein Grill­gitter klemmt. Ungeschälte, halbierte und mit Öl bepinselte Avocados ohne Kern können mit der Schnitt­fläche auf den Rost gelegt werden. In die Mulde des Kerns passt eine fruchtig-scharfe Salsa aus Tomaten, Zwiebeln, Chili und Zitronensaft.

Tipp: Grillen Sie Avocados nicht zu lange und nur bei mitt­lerer Hitze, sonst werden sie bitter.

Gefülltes Gemüse

Essbare Mini-Kürbisse schme­cken gefüllt – etwa mit Ricotta-Paprika-Ei-Mischung. In Alufolie gewi­ckelt können sie direkt auf den Rost. Auch große Tomaten, Paprika, Champignons und Gemüse­zwiebeln lassen sich gut füllen. Man grillt sie am besten indirekt im Kugelgrill.

Tipp: Besser als Alufolie sind feuer­feste Schälchen, Edelstahl- oder Emaille-Grill­schalen. Durch Säure und Salz löst sich Aluminium verstärkt und kann auf das Grill­gut übergehen. Noch mehr Tipps und Hinweise zum Thema Grillen bietet das FAQ Grillen.

Kürbis mit Ingwer-Kokosmilch-Glasur

Kürbisse lassen sich in fingerdi­cken Spalten mit Öl bepinselt direkt grillen. Nach 12 bis 15 Minuten in einer zuckerhaltigen Ingwer-Kokosmilch-Glasur wenden und erneut grillen, bis der Zucker karamellisiert ist. Weitere vegetarische Grill­rezepte finden Sie im Buch Sehr gut vegetarisch grillen. Es ist im Verlag der Stiftung Warentest erschienen, hat 208 Seiten und kostet 24,90 Euro (20,99 Euro PDF-Download).

Hier der Link dazu:

www.test.de/

Deklaration von Lebens­mitteln: Wo Himbeeren drauf sind, müssen auch Himbeeren drin sein

§ June 30th, 2015 § Filed under Essen / Trinken § Tagged Comments Off on Deklaration von Lebens­mitteln: Wo Himbeeren drauf sind, müssen auch Himbeeren drin sein

Auf der Verpackung von Lebens­mitteln dürfen Anbieter keine Zutaten abbilden, die nicht in dem Produkt enthalten sind – auch nicht, wenn sich das Fehlen aus der Zutaten­liste ergibt. So entschied jetzt der Europäische Gerichts­hof (EuGH). Er gab damit dem Verbraucherzentrale Bundes­verband Recht, der wegen eines aromatisierten Früchte­tees gegen die Firma Teekanne geklagt hatte. Auch die Stiftung Warentest hat stets ein kritisches Auge auf die Deklaration von Lebens­mitteln und bewertet irreführende Kenn­zeichnung negativ. test.de erklärt das neue Urteil und zeigt, welche Produkte in den Lebens­mittel-Tests vergangener Jahre für das Abbilden nicht enthaltener Zutaten abge­wertet wurden.

Der Fall Teekanne

Grund für das aktuelle Urteil des EuGH ist eine Klage des Verbraucherzentrale Bundes­verband (vzbv) gegen die Firma Teekanne aus dem Jahr 2011 vor dem Land­gericht Düssel­dorf. Der Hersteller hatte damals den aromatisierten Früchtetee „Felix Himbeer-Vanille-Abenteuer“ verkauft, auf dessen Vorderseite der Verpackung neben der Bilder­buch­figur Felix, dem Hasen, auch Himbeeren und Vanilleblüten abge­bildet waren. In der klein­gedruckten Zutaten­liste auf der Rück­seite waren beide aber nicht aufgeführt – das Produkt enthielt weder natürliche Bestand­teile von Vanille noch von Himbeeren. Die Aufmachung des Tees sei irreführend und werde auch durch das korrekte Zutaten­verzeichnis nicht ausreichend korrigiert, entschied jetzt der EuGH. Wichtige Folge des Urteils: Die Aufmachung eines Lebens­mittels darf dem Zutaten­verzeichnis nicht wider­sprechen und selbst­verständlich muss drin sein, was beworben wird.

Kenn­zeichnung darf nicht irreführen

In puncto Deklaration vertritt auch die Stiftung Warentest die Auffassung: Was abge­bildet ist, muss auch drin sein. Denn der Kunde orientiert sich vor allem an dem, was er auf der Packung sieht, und trifft danach seine Kauf­entscheidung. Ein Lebens­mittel darf weder die Gesundheit des Verbrauchers gefährden, noch darf es irreführend gekenn­zeichnet sein. Die seit Ende 2014 gültige Lebens­mittel­informations­ver­ordnung regelt die Kenn­zeichnung von Lebens­mitteln auf europäischer Ebene. In Artikel 7 Absatz 1 a) heißt es dort:
„Informationen über Lebens­mittel dürfen nicht irreführend sein, insbesondere in Bezug auf die Eigenschaften des Lebens­mittels, insbesondere in Bezug auf Art, Identität, Eigenschaften, Zusammenset­zung, Menge, Halt­barkeit, Ursprungs­land oder Herkunfts­ort und Methode der Herstellung oder Erzeugung.“

So bewertete die Stiftung Warentest

Die Tester der Stiftung Warentester kritisieren regel­mäßig Lebens­mittel, bei denen die Verpackung mehr verspricht als der Inhalt zu bieten hat. Jüngstes Beispiel: Im Test von Schokoladeneis (test 5/2015) waren auf einem Produkt Schoko­laden­stück­chen auf dem Becher abge­bildet. Zusätzlich wurde es als „mit Schokolade“ beworben. Laut Zutaten­verzeichnis und Analyse enthielt das Eis aber nur Kakao. Es erhielt deswegen die Note mangelhaft in der Deklaration. Ähnliche Wider­sprüche fielen im Test Wässer mit Geschmack (test 05/2013) auf: So waren die meisten Produkte mit Abbildungen reifer, appetitlicher Früchte aufgemacht. Doch viele enthielten nur ein individuelles Kunst­aroma.

Drauf aber nicht drin: Verbraucher­täuschung

Das entspricht nicht den aktuellen Leitsätzen für Erfri­schungs­getränke. „Natur­getreue Abbildungen“, heißt es dort, werden „nur dann verwendet, wenn Frucht­saft und/oder Frucht­mark enthalten sind.“ Leitsätze sind keine Rechts­vorschrift, sie beschreiben aber den redlichen Handels­brauch und das, was der Verbraucher erwarten kann. Er erwartet Frucht, wenn sie abge­bildet ist. Ist sie drauf, aber nicht drin, ist das Verbraucher­täuschung. Die Produkte kommen durch zugesetztes Aroma auf den Geschmack. Im Test von Vanilleeis (test 06/2009) stießen die Tester auf mehrere Produkte, die zwar Vanilleschoten und/oder -blüten auf der Packung zeigten. Tatsäch­lich enthielten sie aber synthetisches Vanillin. Die Folgen: mangelhaft für Aroma, Deklaration und im test-Qualitäts­urteil. Einen Über­blick über Deklarations­verstöße der Lebens­mittel-Tests zwischen 2008 und 2010 bietet der Artikel Etikettenschwindel (test 02/2011).

Zur Anbieter-Website:

https://www.test.de

Rezept des Monats: Spargelsalat mit Spinat und Ei

§ June 16th, 2015 § Filed under Rezepte § Tagged , Comments Off on Rezept des Monats: Spargelsalat mit Spinat und Ei

Zutaten für 4 Portionen:

Für den Salat:

  • 1 kg weißer Spargel
  • 1 Zitrone, halbiert
  • Salz, Zucker
  • 1 EL Butter
  • 500 g grüner Spargel
  • 4 Eier
  • 200 g Baby-Blatt­spinat
  • 50 g Brunnenkresse (alternativ Portulak)
  • 1 Bund gemischte Kräuter

Für das Dressing:

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • 1 EL Himbeerpüree
  • 2–3 EL Spargelsud
  • 1 TL milder Senf
  • Saft und Zesten einer 1/2 Zitrone
  • Salz, grober Pfeffer

Zubereitung

Schritt 1: In einem großen Topf zwei Liter Wasser aufsetzen. Die zwei Zitronenhälften, Butter, Salz und Zucker dazu­geben.

Schritt 2: Den weißen Spargel schälen, die Enden groß­zügig abschneiden. Stangen beiseite­stellen. Die Enden und Schalen für den Spargelsud ins heiße Wasser geben, alles für etwa 25 Minuten ziehen lassen.

Schritt 3: Spinatblätter, Kresse und die Kräuter einzeln waschen. Den Spinat in eine große Schüssel geben, die Kresse unter­mischen. Die Kräuter entstielen, grob zerrupfen und ebenfalls unter­mischen.

Schritt 4: Die Eier in einem Topf mit kaltem (!) Wasser aufsetzen. Zirka acht Minuten lang kochen lassen.

Schritt 5: Spargelsud sieben und in einem Topf mit breitem Boden auffangen. Weißen Spargel darin eine Viertel­stunde biss­fest garziehen lassen. Enden des grünen Spargels abschneiden, Stangen waschen, nach der Hälfte der Zieh­zeit hinzufügen.

Schritt 6: Alle Dressing-Zutaten zu einer glatten Soße verrühren. Den Salat vorsichtig mit dem Dressing vermischen.

Schritt 7: Den Spargel auf der Tellermitte anrichten. Etwas Salat und die geschälten, geviertelten Eier darauf verteilen.

Tipps

1. Spargel sollte nie in kochendem Wasser zubereitet werden – sonst verwässert er, verliert sein Aroma und schmeckt bitter.

2. Damit das Spargelschälen nicht zur Qual wird, braucht es einen guten scharfen Sparschäler. Grüner Spargel muss nicht geschält werden.

3. Als Kräuter für den Salat bieten sich Petersilie, Kerbel, Basilikum, Schnitt­lauch und Dill an. Als Beilage zum Salat kommt frisches oder geröstetes Brot infrage. Mit Pell­kartoffeln wird aus der Vorspeise im Hand­umdrehen ein Haupt­gang.

4. Sie mögen Spargel am liebsten mit einer cremigen Sauce Hollandaise? Im Rezept Sauce hollandaise klassisch & light finden Sie eine klassische Variante mit Weiß­wein und viel Butter sowie eine Light­variante mit Jogurt.

5. Den Spargelsud sollten Sie nicht wegschütten – sondern als Basis für eine aromatische Spargel­suppe nutzen.

Nähr­werte pro Portion:

  • Eiweiß: 13 g
  • Fett: 13 g
  • Kohlenhydrate:15 g
  • Ballast­stoffe: 6 g
  • Kilo­joule/Kilokalorien: 991/236
  • Webseite:

https://www.test.de/Rezept-des-Monats-Spargelsalat-mit-Spinat-und-Ei-4841996-0

FAQ Grillen: Antworten auf die wichtigsten Fragen

§ June 12th, 2015 § Filed under Essen / Trinken § Tagged , Comments Off on FAQ Grillen: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Gutes vom Grill soll lecker schme­cken – aber auch nicht zu Lasten der Gesundheit gehen. Fleisch, Wurst und Vegetarisches soll von guter Qualität sein – und am Ende soll das Barbecue vor allem Spaß machen. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen zum Thema „Grillen“.


Darf gepökeltes Fleisch auf den Grill?

Gepökelte Fleisch- und Wurst­waren wie Kasseler, Leberkäse, Speck oder konventionell erzeugte Wiener Würst­chen und Bock­würste sollten besser nicht auf den Grill, empfiehlt das Bundes­institut für Risiko­be­wertung. Denn sie enthalten Nitritpökelsalz (Kochsalz mit E 249 oder E 250), die unter anderem für die Farbe und das typische Pökelaroma sorgen. Beim Grillen von gepökeltem Fleisch können daraus krebs­erzeugende Nitrosamine entstehen. In den letzten Jahr­zehnten konnte die Aufnahme an Nitrosaminen zwar deutlich reduziert werden. Gepökelte Fleisch­erzeug­nisse sollten allerdings nach wie vor nicht stark erhitzt, also gebraten oder gegrillt werden. Tipp: Abge­packtes, mariniertes Grill­fleisch aus Geflügel kann manchmal gepökelt sein. Achten Sie bei Geflügel deshalb auf den Hinweis „gepökelt“ auf der Verpackung.

Mit Grill­schale: Ja oder nein?

Ja. Denn wenn Sie auf eine Grill­schale verzichten, können Fleisch­saft und Fett in die Glut tropfen und verbrennen – es bilden sich poly­zyklische aromatischen Kohlen­wasser­stoffe (PAK), von denen einige Vertreter krebs­er­regend sind. Sie steigen mit dem Rauch auf und lagern sich auf dem Fleisch ab. Vor allem die appetitlich gebräunte Fett­kruste des Grill­guts kann dann hohe Schad­stoff­mengen enthalten. Mit einer Grill­schale können Sie das verhindern.

Wie lässt sich der Schad­stoff­gehalt sonst noch senken?

Wenn Sie auf Grill­schalen verzichten, sollten Sie wenigs­tens die Marinade vor dem Grillen abtupfen – nachdem sie genügend einge­zogen ist. Die Bildung von Schad­stoffen können Sie auch verringern, indem Sie beim Grillen mit Holz­kohle einen möglichst großen Abstand zwischen Rost und Glut halten. Außerdem sollte das Grill­gut nicht länger als notwendig auf dem Rost liegen – etwa zum Warmhalten. Denn je länger die Grill­zeit und je höher die Temperatur, umso mehr unerwünschte Stoffe können entstehen. Tipp: Verzichten Sie darauf, Fleisch, Fisch und Gemüse während des Grillens in Alumini­umschalen zu salzen, zu würzen oder mit Zitronensaft zu beträufeln. Das rät das Bundesinstitut für Risikobewertung. Grund ist, dass sich das Metall unter dem Einfluss von Säure oder Salz vermehrt löst und auf das Grill­gut übergehen kann.

Mit Bier bespritzen: Ja oder nein?

Definitiv nein. Es ist nicht ratsam, Fleisch mit Bier zu bespritzen und so die Glut in Schach zu halten oder auf mehr Geschmack zu hoffen. Die Kohlenhydrate und Eiweiße im Bier können, wenn sie in die Glut tropfen, poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK) bilden.

Muss ich Verkohltes wegschneiden?

Ja, schneiden Sie verkohlte Stellen immer groß­zügig weg. Das gilt auch für Gemüse wie Paprika oder Zucchini. Schad­stoffe sitzen meist am Rand oder in der Kruste, weniger im Inneren. Das gilt sowohl für PAK als auch für hetero­zyklische aromatischen Amine (HAA). Sie bilden sich bei langem und starkem Erhitzen von Fleisch oder auch Fisch und sind wahr­scheinlich krebs­er­regend.

Fleisch und Wurst grillen

Woran erkennt man gutes Fleisch?

Gutes Fleisch fühlt sich fest an und lässt sich nicht stark eindrücken. Die Oberfläche sollte frischen Glanz haben und darf nicht schmierig sein. Hat das Fleisch an der Theke graue Stellen, ist das noch kein Zeichen von schlechter Qualität. Es heißt nur, dass das Fleisch schon eine Weile an der Luft liegt. Bei guter Kühlung ist das unbe­denk­lich. Gut zu wissen: Über vielen Kühl­regalen scheint ein getöntes Licht, in dem auch blasse Stücke rot und dadurch frisch wirken. Tipp: Wenn Sie ökologische Tierhaltung unterstützen möchten, kaufen Sie Biofleisch. Das Biosiegel der EU garan­tiert Aufzucht und Verarbeitung nach ökologischen Kriterien: etwa artgerechte Haltung, lange Warte­zeiten zwischen Medikamentengabe und Schlachtung, Fütterung der Tiere über­wiegend mit Biofutter. Neuland-Fleischereien bieten – anders als manche Kunden denken – kein Biofleisch an, legen den Fokus aber auf artgerechte und umwelt­schonende Tierhaltung.

Wie gut ist abge­packtes Grill­fleisch?

Fertig mariniertes Fleisch zu kaufen ist für Kochmuffel praktisch. Im letzten Test von fertig mariniertem Grillfleisch fanden die Tester aber manche Frischemängel und keinen Top-Grill­genuss. Schweinen­acken­steaks schnitten insgesamt besser ab als Geflügel­fleisch, sie sind aber auch fetter. Beim marinierten Geflügel­fleisch kam kein einziges Produkt auf ein gutes test-Qualitäts­urteil. Außerdem offen­barten die Zutaten­listen: Ohne Zusatz­stoffe wie Emulgatoren, Stabilisatoren, Geschmacks­verstärker und Aroma­stoffe geht es bei fertigen Marinaden wohl kaum. Auch färbende Stoffe und Säuerungs­mittel waren oft enthalten.

Worauf kann ich beim Kauf von Grill­fleisch achten?

Schweine­fleisch wird teil­weise einge­froren, zur Grill­saison aufgetaut, aufgeschnitten und in Marinade gelegt. Der Nachteil: Das Fleisch kann dabei qualitativ leiden und beim Auftauen Saft verlieren. Gemäß Lebens­mittel-Informations­ver­ordnung muss zwar gekenn­zeichnet sein, ob ein Lebens­mittel schon einmal einge­froren war. Dies gilt jedoch nicht für aufgetaute Zutaten in einem Endprodukt. Das heißt, war ein Steak gefroren, wird dann aufgetaut und erst anschließend mariniert, ist der Hinweis „aufgetaut“ auf der Packung nicht mehr verpflichtend. Das gleiche gilt für fertig mariniertes Fleisch von Bedien­theke. Fragen Sie die Verkäufer, ob das Fleisch schon einmal einge­froren war. Tipp: Wenn Ihnen die Herkunft des Fleisches wichtig ist, suchen Sie nach Geburts-, Aufzucht- und Schlacht­land auf dem Etikett. Diese Angaben müssen bei Schweine-, Lamm-, Ziegen- und Geflügel­fleisch seit April 2015 auf der Verpackung stehen. Das gilt aber nur für frisches, gekühltes oder gefrorenes Fleisch, nicht für verarbeitete Fleisch­produkte. Mariniertes, gewürztes Fleisch fällt in diese Kategorie. Hier ist die Herkunfts­angabe freiwil­lig.

Wie mariniere ich Fleisch am besten selbst?

Öl in den Marinaden hält das Fleisch saftig. Etwas Säure zum Beispiel Essig oder Zitronensaft, macht es zarter. In fast allen Marinaden gut: Senf, Sojasoße, Jogurt, Ingwer, Meerrettich. Hinzu kommen nach Be­lieben Kräuter, Pfeffer, Paprika, Honig oder Knoblauch. Laut Unter­suchungen an der Universität Kiel können die Zutaten Rosmarin, Salbei, Thymian oder Knoblauch in der Marinade die Bildung von wahr­scheinlich krebs­er­regenden (HAA) mindern. Verantwort­lich dafür könnten Antioxid­anzien sein. Als Einwirk­zeit für Marinaden reicht etwa eine Stunde.

Was sind eigentlich „Rubs“ oder „Rubbs“?

Das sind neue Würzmixturen für Fleisch, für die Gewürze geröstet, gemörsert und in das Fleisch einmassiert werden (Eng­lisch: to rub – reiben). In unserem Rezept finden Sie Angaben für Mischungen aus Zitrone und Fenchel, orienta­lischen Gewürzen oder Kaffee und Vanille. Noch mehr Rezepte für Marinaden, selbst gemachte Bratwürste und viele inno­vative Grill­rezepte, dazu Informationen zu Grill­methoden, Grill­geräten, Kohle und gutem Anzünder stehen im Buch „Sehr gut grillen“ der Stiftung Warentest.

Welches Fleisch empfiehlt sich, wenn ich auf Diät bin?

Wer Kalorien sparen möchte, greift am besten zu Geflügel­fleisch oder -würst­chen. Geflügel­fleisch kommt auf höchs­tens 5 Prozent Fett. Im Höchst­fall hat es pro 100 Gramm rund 130 Kilokalorien. Dafür kann es leicht trocken werden. Aromatisch und am saftigsten schmeckt marmoriertes, also mit Fett gut durch­wachsenes Fleisch. Deshalb ist Schweinen­acken so beliebt. Er bringt es typischer­weise jedoch auf 10 bis 15 Prozent Fett, pro 100 Gramm auf insgesamt rund 250 Kilokalorien.

Wie finde ich gute Bratwürste?

Abge­packte Bratwürste sind im Laufe der Zeit besser geworden. Das zeigte der letzte Bratwursttest im Vergleich zum Vortest. Die mikrobiologische Qualität hat in vier Jahren zugelegt: Fanden die Prüfer 2010 noch zahlreiche Keime auf drei von 19 untersuchten Bratwürsten, zeigte im Jahr 2014 kein einziges Produkt Verderbnis­anzeichen. Ob mit Käse, Kalb- oder Puten­fleisch – das ist Geschmacks­sache. Regionale Spezialitäten wie Nürnberger und Thüringer Rostbratwurst sind durch EU-Recht geschützt. So dürfen zum Beispiel die kleinen Nürn­berger Rost­bratwürste nur in Nürn­berg hergestellt werden. Sie bestehen aus grob zerkleinertem Schweine­fleisch mit einem hohem Anteil an Muskel­fleisch, stecken im Schafs­darm, enthalten maximal 35 Prozent Fett und schme­cken nach Majoran. Tipp: Besondere Bratwürste finden Sie beim Fleischer. Probieren Sie mal scharf gewürzte Merguez aus Lamm und oft auch Rind. In der Bärlauch­saison gibt es auch mal Bärlauch­bratwurst. Manche Fleischer experimentieren auch mit scharfen Zutaten wie Chili, Ingwer oder Jalapeño.

Vegetarisch grillen

Was kann ich für Vegetarier grillen?

Praktisch alles fleisch­lose, was eine einigermaßen feste Struktur hat, kann auf den Grill: Kartoffeln, Gemüse oder Obst. Folienkar­toffeln, Grill­käse, marinierte Champignons, Zucchini und Auber­ginen sind typische vegetarische Grill­zutaten. Auch Tofu lässt sich grillen, zum Beispiel am Spieß mit Gemüse und Pilzen. Der Sojaquark sollte mindestens eine Stunde in einer Marinade liegen, etwa mit Sojasoße als Basis. Es gibt auch vegetarische Würst­chen und Steaks aus Tofu oder Pflanzeneiweiß. Grill­käse wie Halloumi schmeckt, wenn er vor dem Grillen in gewürztem Olivenöl gewendet wird.

Was geht noch und ist mal was anderes?

In Scheiben geschnittene Avocado, Papri­kastreifen, gehackte Chilis und geriebener Käse liefern eine Füllung für Quesadillas. Die mexika­nischen Weizen- oder Maisf­laden lassen sich gefüllt gut wenden, wenn man sie in ein Grill­gitter klemmt. Ungeschälte, halbierte Avocados ohne Kern können mit der Schnitt­fläche auf den Rost gelegt werden. In die Mulde des Kerns passt eine fruchtig-scharfe Salsa aus Tomaten, Zwiebeln, Chili und Zitronensaft. Essbare Mini-Kürbisse, große Tomaten, Paprika, Champignons und Gemüse­zwiebeln lassen sich gut füllen. In Alufolie gewi­ckelt können sie direkt auf den Rost. Oder man grillt sie indirekt im Kugelgrill. Tipp: Besser als Alufolie sind feuer­feste Schälchen, Edelstahl- oder Emaille-Grill­schalen. Durch Säure und Salz löst sich Aluminium verstärkt und kann auf das Grill­gut übergehen. Die Schalen und Schälchen eignen sich auch für klein­teiliges Grill­gut, damit es nicht durch den Rost fällt. Das Grillen in den Schalen dauert aber etwas länger als in Alufolie. Abwechs­lungs­reiche, interna­tional inspirierte Grill­rezepte ohne Fleisch finden Sie im Buch „Sehr gut vegetarisch grillen“ der Stiftung Warentest.

Die richtigen Grill­techniken kennen

Wie funk­tioniert indirektes Grillen?

Das indirekte Grillen eignet sich besonders für größere Fleisch­stücke wie etwa Roastbeef oder Lamm­keule, ganzes Geflügel, ganze Fische und viele Gemüse-Grill­gerichte. Indirekt grillen heißt: nicht über, sondern neben der Glut. Dafür kann man die Kohle an den Rand schieben und das Grill­gut in die Mitte des Rosts legen. So wird die Hitze reduziert. Das Ganze gilt als schonendes Verfahren, bei dem sich deutlich weniger Schad­stoffe bilden. Voraus­setzung ist ein geschlossenes Grill­system wie ein Kugelgrill.

Was ist vom Grillen von Hähn­chen auf einer Bierdose zu halten?

Beim sogenannten „Beer-Can-Chicken“ wird ein Hähn­chen auf eine halb volle Bierdose gesetzt und so im Ofen oder auf dem Grill gegart. Das Ergebnis soll besonders aromatisch, zart und saftig sein. Darüber streiten sich Grill­experten allerdings. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät in jedem Fall vom Bierdosen-Hähn­chen ab. Gesund­heits­schädliche Druck­farben oder Dosenlack könnten sich von der Außenseite der Dosen lösen und ins Fleisch übergehen. Als unbe­denk­liche Alternative zur Bierdose gibt es im Fach­handel Hähn­chenbräter aus Edelstahl. Auch mit einem stabilen Einkoch­glas soll dieses Grill­rezept funk­tionieren.

Website:

www.test.de/

Der Deutsche Brauer-Bund klärt auf: Die zehn bekanntesten Irrtümer über Bier

§ May 7th, 2015 § Filed under Essen / Trinken § Tagged Comments Off on Der Deutsche Brauer-Bund klärt auf: Die zehn bekanntesten Irrtümer über Bier

Über kaum ein Getränk kursieren so viele Mythen und Irrtümer wie über Bier. Vom ominösen „Bierbauch“ über das „Sieben-Minuten-Pils“ bis zur Regel „Bier auf Wein“ – der Deutsche Brauer-Bund löst anlässlich des „Tages des deutschen Bieres“ am 23. April zehn der verbreitetsten Irrtümer auf:

1. Bierkonsum führt zum „Bierbauch“
Tatsache ist: Ein Pilsbier zum Beispiel hat weniger Kalorien als eine vergleichbare Menge Apfelsaft, Milch, Wein, Sekt oder Spirituosen. Eine Studie des Londoner University College ergab: Bei Männern stehen Bierkonsum und Übergewicht in keinem Zusammenhang. Bei den Frauen sind die Ergebnisse noch bemerkenswerter: Frauen, die moderat Bier trinken, seien im Durchschnitt sogar etwas dünner als abstinent lebende Frauen, so die Studie.

2. Bier ist vor allem ein Männergetränk
Falsch, denn die Mehrzahl der Frauen trinkt durchaus gerne Bier. Eine Studie des Max Rubner-Instituts, des Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel, zeigte, dass 48 Prozent der Frauen, die alkoholische Getränke genießen, lieber Bier trinken als Wein. Spirituosen und andere alkoholische Getränke finden laut Studie weniger Zuspruch. Die Untersuchung zeigte zudem, dass gerade bei den 19- bis 24-Jährigen die Geschlechterfrage hier keine Rolle spielt, denn in dieser Altersgruppe trinken sowohl Frauen als auch Männer am liebsten Bier, wenn sie alkoholische Getränke genießen.

3. „Bier auf Wein, das lass’ sein…“
Dieser Reim ist bis heute weit verbreitet, war aber schon immer falsch: Seinen Ursprung hat der Trinkspruch im Mittelalter – er symbolisierte die sozialen Unterschiede: Bier galt damals als Getränk der einfachen Stände, Wein hingegen war einer elitären Oberschicht vorbehalten. Was jedem bewusst sein sollte: Auf die Menge kommt es an. Alkoholkonsum im Übermaß ist schädlich – egal, in welcher Reihenfolge.

4. Ein gutes Bier braucht sieben Minuten
Richtig ist: Ein frisches Bier kann und sollte in maximal zwei bis drei Minuten gezapft werden. Durch zu langes Zapfen verliert Bier viel Kohlensäure und wird schneller warm und schal. Perfekt gelingt ein Bier, wenn ein sauberes, kalt ausgespültes Glas, schräg gehalten, zu etwa Zweidrittel angezapft, kurz abgestellt und anschließend mit dem kunstvollen Aufsetzen einer Schaumkrone nachgezapft wird. Prost!

5. Bier ist arm an Nährstoffen
Studien belegen: Bier enthält neben Mineralstoffen wie Kalzium, Phosphor, Magnesium und Kalium auch verschiedene B-Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, die zum größten Teil aus dem zum Brauen verwendeten Malz und dem Hopfen stammen oder von der Brauhefe während der Gärung gebildet werden. Sie sind in Bier zwar nur in verdünnter Form und daher in geringen Mengen enthalten, im Vergleich mit anderen alkoholischen Getränken ist der Gehalt aber relativ hoch.

6. Dunkles Bier ist stärker als helles Bier
Richtig ist vielmehr, dass es keinen grundsätzlichen Zusammenhang von Farbe und Alkoholgehalt des Bieres gibt. Die dunklere Farbe kommt lediglich zustande, weil andere Malzarten, etwa Dunkel- oder Röstmalze, beim Bierbrauen verwendet werden. Diese verleihen dem Bier zwar eine intensivere Färbung und einen anderen Geschmack, verändern aber den Alkoholgehalt nicht automatisch.

7. Die Deutschen sind Europameister im Bier trinken
Es stimmt zwar, dass die deutschen Brauer mit mehr als 5.500 verschiedenen Biermarken und rund 95 Millionen Hektolitern Jahresproduktion „Europameister“ sind. In Bezug auf den Pro-Kopf-Konsum liegen in Europa jedoch die Tschechen an der Spitze: Sie tranken mit 144 Litern im letzten Jahr mit Abstand am meisten Bier. Deutschland rangiert beim Pro-Kopf-Konsum 2014 mit rund 107 Litern auf Platz 2 gleichauf mit Österreich.

8. In Deutschland gibt es immer weniger Brauereien
Falsch! In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der deutschen Braustätten von 1.281 Brauereien (2004) um über 70 Betriebe auf 1.352 Brauereien (2014) gestiegen. Während die Zahl kleinerer Bäckereien und Fleischereien in Deutschland abnimmt, nimmt die Zahl der kleinen Brauereien (mit bis zu 5.000 Hektolitern Jahresproduktion) weiter zu. In Deutschland kommt damit eine Brauerei auf 264 Quadratkilometer. Die Brauereidichte ist damit zehnmal höher als in den USA.

9. Es gibt immer weniger verschiedene Biere
Im Gegenteil: Wer den Markt beobachtet, stellt fest, dass die Markenvielfalt deutscher Biere zunimmt. Mit Blick auf die weltweit einzigartige Brauerei- und Biervielfalt in Deutschland kann davon ausgegangen werden, dass es zur Jahrtausendwende rund 5.000 verschiedene Biere auf dem deutschen Biermarkt gab. Allein in den letzten zehn Jahren sind rund 70 Braustätten in Deutschland hinzugekommen. Der Brauer-Bund schätzt, dass es allein in Deutschland mittlerweile mehr als 5.500 verschiedene Biermarken gibt, wobei die Biersorte Pils mit über 50 Prozent Marktanteil in der Beliebtheit der Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin unangefochten auf Platz eins steht, gefolgt von Export und Weizenbier.

10. Bier ist Bier
Der deutsche Biermarkt wird immer vielfältiger und legt weiter an Dynamik zu. Jede Woche kommt mindestens ein neues Bier auf den Markt. Auch immer mehr hopfenbetonte, aromaintensive Bierspezialitäten eines neuen Typs (sogenannte „Craftbiere“ – überwiegend nach dem fast 500 Jahre alten Reinheitsgebot gebraut) bereichern die Vielfalt. Nirgendwo ist der Biermarkt so abwechslungsreich wie in Deutschland, in keinem anderen Land haben die Verbraucherinnen und Verbraucher eine größere Auswahl. Deutsche Biertrinker könnten rein rechnerisch mehr als 15 Jahre lang jeden Tag ein anderes Bier probieren – und müssten dabei keines zweimal kosten.

 

Original:

http://www.about-drinks.com/der-deutsche-brauer-bund-klaert-auf-die-zehn-bekanntesten-irrtuemer-ueber-bier

170 Jahre alter Champagner aus Schiffswrack schmeckt noch

§ April 28th, 2015 § Filed under Essen / Trinken § Tagged Comments Off on 170 Jahre alter Champagner aus Schiffswrack schmeckt noch

  • Ältester Champagner der Welt
  • Er wurde in einem Schiffswrack gefunden
  • “Er war beeindruckend”

Rund 170 Jahre alt und trotzdem noch ein Hochgenuss: Fünf Jahre nach dem Fund des ältesten Champagners der Welt in einem Schiffswrack auf dem Grund der Ostsee vor Finnland haben französische Wissenschaftler diesen chemisch analysiert, verkostet und für sehr gut erhalten befunden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie am Montag in der US-Fachzeitschrift “Proceedings of the National Academy of Sciences”. Sie geben Einblick in die Herstellungsmethoden und Geschmäcker zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

“Für unsere Analysen haben wir zwei Milliliter benutzt, und ich selbst habe hundert Mikroliter verkostet, also zwei Tropfen”, sagte Philippe Jeandet, Professor für Biochemie der Ernährung an der Universität von Reims und an der Analyse beteiligter Forscher. Die beiden Tropfen aus dem Fund von insgesamt 168 Flaschen in 50 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund wurden ihm demnach mit einer Spritze auf die Hand gegeben, so dass er Geruch und Geschmack testen konnte.

“Tadellos erhalten”

“Es war ein sehr guter Wein, es war beeindruckend”, sagte Jeandet. Dessen Aroma von Tabak und Leder habe er noch lange im Mund behalten. Professionelle Weinkenner, die Proben zur Verkostung bekamen, befanden den Champagner demnach für “sehr jung und frisch mit einer floralen oder fruchtigen Note”. Bei dem im Jahr 2010 geborgenen Champagner handelte es sich laut Korkenaufschrift um die Marken Veuve Clicquot-Ponsardin und Heidsieck sowie um Juglar, die es inzwischen nicht mehr gibt.

“Wir waren wirklich überrascht davon, dass der verkostete Champagner tadellos erhalten war”, sagte Jeandet. Dies gelte sowohl für die chemische Zusammensetzung, die der des heutigen Champagners gleiche, als auch für das Aroma. Lediglich der Gehalt an Essigsäure und Kupfer – letzteres die Folge einer vorbeugenden Behandlung gegen Pilze – sei ein wenig höher gewesen. “Aus gesundheitlicher Sicht gehe ich davon aus, dass die Champagner fast so einwandfrei waren wie heutige Weine”, sagte Jeandet.

Meeresgrund als besonders edle Lagerstätte?

Der Champagner war jedoch mit 150 Gramm Zucker pro Liter – dem Dreifachen von Cola – sehr süß. Die Archive von Veuve Clicquot zeigten allerdings, dass dies dem Geschmack der damaligen Zeit in Frankreich und Deutschland entsprochen habe, sagte Jeandet. Die Lieferung dürfte demnach nicht für Russland bestimmt gewesen sein, wo Champagner mit einem Zuckergehalt von bis zu 300 Gramm getrunken worden sei. Heutige halbtrockene Champagner enthalten etwa 50 Gramm, trockenem Perlwein wird kein Zucker beigegeben.

Einige Hersteller von Champagner gingen auf die Wünsche zahlungswilliger und -kräftiger Kunden hin bereits dazu über, das edle Getränk über längere Zeit bei gleichbleibend kühlen Temperaturen und ohne Lichteinwirkung am Meeresgrund zu lagern. Jeandet hält dies jedoch für übertrieben. Die in der Champagne üblichen dunklen Erdkeller in rund 30 Metern Tiefe mit Temperaturen zwischen zehn und zwölf Grad Celsius sind nach seiner Meinung auch für die Zukunft völlig ausreichend.

Übernommen aus:

www.focus.de/

Schneller Spargel schälen – 6 Tipps

§ April 25th, 2015 § Filed under Essen / Trinken § Tagged Comments Off on Schneller Spargel schälen – 6 Tipps

Kaum geht die Spargelsaison wieder los, stapeln sich die Kisten mit dem edlen Gemüse in der Küche. Jetzt heißt es schnell sein.

Spargel schälen war früher reine Chefsache. Die Gefahr, dass noch Schalenreste am Spargel zurückblieben, war einfach zu groß. Der volle Genuss von Spargel entfaltet sich nur, wenn er auch wirklich frei von Schale ist.  Heutzutage gibt es Spargel oft schon geschält zu kaufen.

Wenn Ihr jedoch den Spargel selbst schält, findet Ihr in diesem Artikel ein paar Tipps, wie es vielleicht etwas besser und schneller geht.

Hier sind ein paar Tipps zum schnellen Spargel schälen:

  • Arbeitsplatz aufbauen

    Bevor Ihr mit dem Spargel schälen anfängt solltet Ihr Euren Arbeitsplatz richtig aufbauen. Für Rechtshänder heißt das: Die Spargelkiste kommt nach links, in die Mitte gehört eine große, flache Wanne und nach rechts kommt die Wanne für den geschälten Spargel (bei Linkshändern einfach spiegelverkehrt aufbauen). Zusätzlich braucht Ihr noch ein Handtuch, ein kleines Gefäß mit Wasser und natürlich einen scharfen Spargelschäler.

  • Spargel wässern

    Auch frischer Spargel sollte vor dem Schälen kurz gewässert werden. So lässt er sich leichter schälen.

  • Spargelschäler wässern

    Nicht nur der Spargel, sondern auch der Spargelschäler sollten feucht gehalten werden. Dadurch gleitet der Schäler besser durch den Spargel und durch das regelmäßige eintauchen ins Wasser werden auch die Spargelschalen, die im Schäler hängen bleiben, ausgewaschen.

  • Handtuch verwenden

    Manche reagieren auf den Saft vom Spargel mit einem leichten Hautausschlag. Dem kann man mit einem Handtuch auf dem Unterarm vorbeugen. Während dem schälen schützt das Handtuch auch vor Verletzungen durch den Spargelschäler.
    Wer auf den Spargelsaft reagiert sollte sich das Video ansehen. Da gibt es einen weiteren einfachen Tipp, damit der Spargel nicht mit der Haut in Berührung kommt.

  • Die Enden abschneiden

    Aus meiner Erfahrung geht es schneller, wenn man die Spargel-Enden erst zum Schluss abschneidet. Dadurch kommt man nicht aus dem Rhythmus und kann zum Schluss mehrere gleichzeitig abschneiden.

  • Eine Spargel-Schnell-Schälwette

    Nichts lässt Köche schneller Spargel schälen, als ein Wett-Schälen. Dabei kommt es aber nicht nur auf die Schnelligkeit an, sondern auch, dass der Spargel sauber geschält ist. Den Gewinn kann man ja vorher absprechen.

Habt Ihr weitere Tipps, wie man dieses edle Gemüse schneller von seiner Schale befreit, schreibt es in die Kommentare.

 

 

Zur Internetseite:

http://www.hoga-pr.de/ihre-meinung-ist-gefragt

Mälzers Liebeserklärung an die deutsche Küche

§ October 17th, 2014 § Filed under Essen / Trinken § Tagged , Comments Off on Mälzers Liebeserklärung an die deutsche Küche

BRIGITTE: Herr Mälzer, Sie sind in Pinneberg, Schleswig-Holstein, geboren und fühlen sich im Großraum Hamburg verwurzelt. Welche typischen Gerichte aus dieser Region schmecken für Sie nach Heimat?

Tim Mälzer: Grünkohl, Steckrübeneintopf, Labskaus und Bratkartoffeln.

Viele hierzulande lieben die mediterrane Küche, die deutsche Küche dagegen gilt als fett und fleischlastig – nichts für Gourmets. Wird die deutsche Küche unterschätzt?

Ja, komplett. Es ist wie so oft: Der Held im eigenen Land zählt wenig. Geht man zum Beispiel nach Frankreich, dann stellt man fest: Dort wird nicht wesentlich filigraner gekocht. Vielleicht auf der Ebene des professionellen Restaurantkochs, aber die traditionelle französische Küche ist nicht gekennzeichnet durch Feinheit und Raffinesse. In Italien ist es das gleiche: Ob Ossobuco oder Roulade – da sehe ich keinen großen Unterschied. Nur in unserer Wahrnehmung: Ossobuco klingt besser als Roulade. Oder Maultaschen – das klingt schon so ein bisschen maulig. Ravioli hört sich viel besser an.

In Ihrem neuen Kochbuch “Heimat” stellen Sie Gerichte vor, die traditionell zu Hause gekocht werden. Was zeichnet diese Küche aus?

Klassische Hausmannskost ist eine relativ simple Sache. Sei es ein Blumenkohl mit Käsesoße, sei es eine Frikadelle mit Kartoffelsalat – es werden immer nur ein, zwei Komponenten zusammengeführt, maximal ein kleiner Salat dazu. Man zerbricht sich nicht wie in einem Gourmetrestaurant den Kopf über Konsistenzen, Geschmäcker, Gewürze – die Gerichte müssen einfach das Herz berühren.

“Heimat” – das neue Kochbuch von Tim Mälzer

Tim Mälzers Kochbuch “Heimat” erscheint am 13. Oktober 2014 im Mosaik Verlag. Das Buch hat 304 Seiten, enthält 120 Rezepte und kostet 19,99 Euro.

Wie steht es heute in der Gastronomie um die Pflege der deutschen Küchentradition?

Ein Rinderfilet bereitet mir wenig Arbeit, aber ich kann es teuer verkaufen, weil es anders wertgeschätzt wird. Selbstgemachte Maultaschen erfordern ihre Zeit, es steckt Handwerk drin und man muss auf den Punkt arbeiten, eine relativ komplexe Angelegenheit also, aber die Leute sagen: “Maultaschen für 20 Euro würde ich nicht essen.” Meines Erachtens wird die Heimatküche deshalb eine häuslichere Küche bleiben. Und wir sind selber ein wenig schuld daran, wenn wir lieber sechsmal die Woche zum Italiener gehen, als das lokale Wirtshaus zu unterstützen.

Was macht die traditionelle deutsche Küche so zeitgemäß?

Im Zeitalter der Globalisierung bedarf es manchmal eines Ruhepols. Mir geht es nicht darum, dass wir nur noch deutsche Traditionsgerichte essen. Aber wir lassen andere Kulturen oftmals sehr hochleben, sei es die italienische Pastakultur, die französische Esskultur oder die asiatische Küche, und vergessen dabei, dass wir selber so viel Schönes haben. Wir haben sehr viel über den Tellerrand hinausgeguckt, jetzt ist es an der Zeit, wieder einmal zu fragen: Was können wir?

Gulasch

Tim Mälzers Tipp zum Gulasch: Apfelkompott! “Die Kombination von würzig geschmortem Rindfleisch mit kühlem, süßen Apfelkompott ist eine echte Entdeckung”, schreibt er in seinem neuen Kochbuch “Heimat”. Zum Rezept: Gulasch

“Heimat” – das neue Kochbuch von Tim Mälzer
In seinem neuen Kochbuch “Heimat” zeigt Tim Mälzer, wie facettenreich und kreativ die deutsche Küche sein kann. Ob Gulasch oder Steckrübeneintopf, Käsekuchen oder Apfelkompott – Mälzer hat die Klassiker der deutschen Küche behutsam modernisiert. Viele Gerichte, die als heftig deftig verrufen sind, erhalten in Mälzers Interpretation einen leichteren, etwas mediterran anmutenden Anstrich.

“Heimat” enthält jedoch nicht nur 120 Rezepte. Tim Mälzer nimmt die Leser auch mit auf eine kulinarische Reise quer durch Deutschland – zu den Menschen, die unser Essen herstellen und verarbeiten, den Bauern und Bäckern, Fischern und Fleischern, Köchen, Bierbrauern und Marktfrauen. So entsteht ein reich bebilderter, stimmungsvoller Einblick in die deutsche Küche. Eine Einladung, sich in die Traditionsgerichte unserer Heimat noch mal neu zu verlieben.

Steckrübeneintopf

Steckrübeneintopf ist ein typisches Gericht aus Tim Mälzers norddeutscher Heimat. Sein Tipp: “Am besten immer in rauen Mengen kochen, der löffelt sich wirklich sehr gut weg und schmeckt mit jedem Aufwärmen immer besser!”

Eierlikör-Käsekuchen

Herrlich üppig und dabei ganz einfach gebacken ist Tim Mälzers Käsekuchen. Der Clou ist ein Viertelliter Eierlikör! Wenn Kinder mitessen, lässt sich das Rezept mit saurer Sahne und Himbeeren variieren. Zum 

Eiersalat

Mit Apfel, Zwiebel, Radieschen, Gürkchen und Kresse ist Tim Mälzers Eiersalat wunderbar würzig. So setzen wir den Klassiker gern mal wieder auf den Speiseplan!

Blumenkohl mit Kräuter-Käsesauce

Es muss nicht immer Fleisch sein! Mit einer reichhaltigen Kräuter-Käsesauce serviert hat Blumenkohl das Zeug zum Hauptgericht. Dazu schmecken Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree.

 

Tim Mälzers Kochbuch “Heimat” erscheint am 13. Oktober 2014 im Mosaik Verlag. Das Buch hat 304 Seiten, enthält 120 Rezepte und kostet 19,99 Euro. Hier können Sie das Buch online bestellen!

Im Interview erzählt Tim Mälzer, welche Gerichte für ihn nach Heimat schmecken, und erklärt, warum er die traditionelle deutsche Küche für absolut zeitgemäß hält.

 

Übernommen aus:

www.brigitte.de

Bohnen-Pfifferlingspfanne mit Hackbällchen

§ September 15th, 2014 § Filed under Rezepte § Tagged , Comments Off on Bohnen-Pfifferlingspfanne mit Hackbällchen

Zutaten

500 g Bohnen, grüne frische
300 g Pfifferlinge, frische
1 große Zwiebel(n)
Knoblauchzehe(n)
100 g Tomate(n), getrocknete, in Öl eingelegte
  Salz und Pfeffer, aus der Mühle
  Thymian, gerebelt
  Chili
500 g Hackfleisch, gemischtes
Zwiebel(n)
Knoblauchzehe(n)
Brötchen, vom Vortag
Ei(er)
  Salz und Pfeffer
  Paprikapulver
  Cayennepfeffer
3 EL Mehl, zum Wenden
  Olivenöl, zum Braten

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 45 Min. / Koch-/Backzeit: ca. 30 Min. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Das Brötchen in Wasser einweichen und ausdrücken. Zusammen mit dem Hackfleisch, fein gewürfelter Zwiebel, durchgepresstem Knoblauch, Ei, Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer zu einem Hackfleischteig verarbeiten.
Aus der Hackmasse Bällchen formen, in Mehl wenden, in Olivenöl goldbraun braten und warm stellen.

Die Bohnen waschen, putzen und in Stücke schneiden. Dann für 10 min. in Salzwasser garen und in eiskaltem Wasser abschrecken. Die Pilze putzen und wenn nötig, halbieren oder vierteln. Die Zwiebel und die getrockneten Tomaten in Streifen, den Knoblauch in Würfelchen schneiden.

In einer ausreichend großen, beschichteten Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch glasig braten, dann die Pilze dazu geben und kurz durchschwenken. Die Pilze sollten kein Wasser ziehen, dann bleiben sie bissfest und verlieren ihr Aroma nicht. Dann die Bohnen und die Tomatenstreifen dazugeben und kurz mit anschwenken. Mit Salz, Pfeffer, Thymian und Chiliflocken würzen. Zum Schluss die Hackbällchen auf die Bohnenpfanne geben und servieren.

Dazu passen Kartoffeln nach Art von „Sivi’s Rosmarinkartoffeln“ (siehe dort), aber anstatt des Rosmarins mit Paprika, Thymian und wer’s mag mit Cayennepfeffer gewürzt.

 

Homepage:

http://www.chefkoch.de/rezepte/820001186487923/Bohnen-Pfifferlingspfanne-mit-Hackbaellchen.html

Der neue Feinschmecker – Jetzt werden auch Favoriten gekürt

§ September 10th, 2014 § Filed under Gourmet § Tagged , Comments Off on Der neue Feinschmecker – Jetzt werden auch Favoriten gekürt

Hamburg (ots) – Der Septemberausgabe des Magazins DER FEINSCHMECKER aus dem Hamburger Jahreszeiten Verlag, die ab Donnerstag, den 13. August im Handel erhältlich sein wird, liegt auch in diesem Jahr wieder der große Guide “Die 800 besten Restaurants in Deutschland 2014/2015″ bei. Für das hochwertige Taschenbuch hat Deutschlands führendes Gourmet-Magazin erneut rund 1.000 Lokale von Sylt bis zum Bodensee getestet. Die Bewertungen mit bis zu fünf FEINSCHMECKER-Punkten sowie Beschreibungen von Ambiente und Küche und alle wichtigen Infos, die man für die Reservierung benötigt, zeigen auf den ersten Blick, was den Gast erwartet.

Den Titel “Restaurant des Jahres 2014″ verleiht DER FEINSCHMECKER dem “Haerlin” im Hamburger Hotel “Fairmont Vier Jahreszeiten”. Die Begründung: “In kaum einem anderen Gourmetrestaurant haben sich die Küche, das Team und das Ambiente gleichermaßen so kontinuierlich auf höchstem Niveau weiterentwickelt, wurde in alle Bereiche – nicht nur finanziell – so investiert wie im kulinarischen Flaggschiff des Hotels “Fairmont Vier Jahreszeiten”. Küchenchef Christoph Rüffer hat an seinem Stil weiter gefeilt, er präsentiert hinreißende Aromenwelten. Und Neuzugang Christian Hümbs, zuvor im Sylter “La Mer” und derzeit Deutschlands kreativster Patissier, beflügelt das gesamte Team. Der hanseatische Salon wurde aufgefrischt, der Service hat sich verjüngt, ohne an souveräner Professionalität einzubüßen, und die Weinbibel mit 1.200 Positionen wird ständig optimiert. Mehr geht nicht!”

Den Titel “Koch des Jahres 2014″ erhält Michael Kempf aus dem Berliner “Facil”. Die Begründung: “Der 37-jährige Berliner gehört zu den stillen Stars im Lande. Und er steht für die Fraktion jener deutschen Spitzenköche, für die das präzise Handwerk wichtiger ist als spektakuläre Effekte. Er hat mit seiner Küche in den vergangenen Monaten einen beachtlichen Sprung nach vorn gemacht. Seine Gerichte sind jetzt noch feiner und sensibler in der Abstimmung der Aromen, eine fast japanisch anmutende Finesse prägt seine Kreationen. Und obwohl er hin und wieder Zutaten der asiatischen Küche einbaut, liegt sein Hauptaugenmerk auf regionalen Produkten aus dem Berliner Umland. Mit dieser Form der eleganten Bodenhaftung hat Michael Kempf einen ganz eigenen Stil geprägt.”

Erstmals kürt das Magazin in diesem Jahr Favoriten: Überraschung des Jahres: Yu Sushi Club, Bonn Geheimtipp für Foodies: Maibeck, Köln Spannendste Neueröffnung: Johanns, Waldkirchen Gastgeber mit Charme: Jérôme Pourchère, Gästehaus Erfort, Saarbrücken Mann fürs Finale: Christian Hümbs, Haerlin, Hamburg Lebensleistung: Josef Bauer, Landgasthof Adler, Rosenberg Trendsetter: Christian Mook, Frankfurt (The Ivory Club, Zenzakan, Mon Amie Maxi) Sommelière: Stefanie Hehn, Restaurant Überfahrt, Rottach-Egern

Die Besten:
12 Köche erhielten mit ihren Restaurants in diesem Jahr wieder die
Höchstbewertung von fünf FEINSCHMECKER-Punkten:

  • Harald Wohlfahrt, Schwarzwaldstube, Baiersbronn
  • Klaus Erfort, Gästehaus Erfort, Saarbrücken
  • Hans Haas, Tantris, München
  • Claus-Peter Lumpp, Bareiss, Baiersbronn
  • Hans Stefan Steinheuer, Steinheuers Restaurant, Bad Neuenahr
  • Helmut Thieltges, Sonnora, Dreis
  • Joachim Wissler, Vendôme, Bergisch Gladbach
  • Juan Amador, Amador, Mannheim
  • Christian Bau, Victor’s Gourmet-Restaurant, Nennig
  • Thomas Bühner, La Vie, Osnabrück
  • Sven Elverfeld, Aqua, Wolfsburg
  • Christian Jürgens, Restaurant Überfahrt, Rottach-Egern

Rankings mit Veränderungen zum Vorjahr (Zahlen 2013 in Klammern)

Bundesländer:
Baden-Württemberg 165 (162)
Bayern 132 (135)
NRW 120 (128)
Hessen 62 (63)
Rheinland-Pfalz 59 (56)
Berlin 54 (54)
Niedersachsen 41 (43)
Hamburg 36 (36)
Schleswig-Holstein 36 (40)
Sachsen 22 (27)
Mecklenburg-Vorpommern 19 (20)
Saarland 12 (11)
Brandenburg 11 (11)
Sachsen-Anhalt 1 (1)
Thüringen 6 (6)
Bremen 5 (6)

Gefülltes Kalbskotelett italienische Art

§ September 8th, 2014 § Filed under Rezepte § Tagged , Comments Off on Gefülltes Kalbskotelett italienische Art

Zutaten

4 dicke Kotelett vom Kalb mit Knochen (~4 cm dick)
4 TL Salbei, getrocknete Blätter
120 g Käse, (Fontina)
8 Scheibe/n Schinken, Prosciutto (der echte italienische)
2 TL Olivenöl
75 g Mehl
3 große Ei(er), verrührt
200 g Semmelbrösel
3 EL Butter
3 EL Pflanzenöl
 etwas Salz, nach Geschmack
 etwas Pfeffer, nach Geschmack
Zitrone(n), geviertelt

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 30 Min. Ruhezeit: ca. 1 Std. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Die Koteletts horizontal aufschneiden, aber sie am Knochen noch zusammensein lassen, so dass sich eine “Tasche” ergibt. Jedes Kotelett zwischen zwei Plastikfolien geben und leicht flach klopfen bis sich das Fleisch auf ca. 1 cm ausgedünnt hat. Das Innere der Fleischtaschen salzen und auf der unteren Hälfte den Salbei verteilen. Persönlich bevorzuge ich frische Salbeiblätter und davon reichlich.
Zwei Scheiben Prosciutto um eine Scheibe Fontinakäse geben und in die Kotelett-Taschen geben. Auf der oberen Prosciuttoscheibe jedes Koteletts 1/2 TL Olivenöl verteilen. Die Taschen schließen (entweder zusammendrücken oder mit Zahnstocher oder Rouladennadel).
Die Koteletts durchs Mehl ziehen, und leicht abschütteln. Dann in die verklepperten Eier eintauchen und zuletzt in den Semmelbröseln wenden. Die Koteletts sollen gut “eingebröselt” sein! Nochmals darauf achten, dass die Taschen gut verschlossen/zusammengedrückt sind und 5-10 Minuten ruhen lassen.

In einer großen Pfanne die Butter und das Öl bei mittlerer/hoher Hitze erwärmen. Sobald die Butter aufschäumt, die Koteletts zugeben. Am besten nicht mehr als zwei pro Pfanne. Braten, bis sie leicht braun werden (~5 Minuten), wenden und dann mit Salz und Pfeffer würzen und auf mittlere Hitze runterdrehen. Die zweite Seite ebenfalls bräunen, ca. 7 Minuten. Man kann das auch bei ca. 175 °C im Backofen machen (in der Pfanne ergeben sich aber bessere Geschmacksstoffe, finde ich).
Die Koteletts kurz auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und dann mit Zitronenvierteln garniert servieren.

Was gut zu diesen gefüllten Kalbskoteletts passt ist: Spargel, Artischocken, gebratene Pilze, Rahmspinat, oder dunkelgrüne Salate (Rucola).
Man kann dieses Rezept auch gut mit Schweinskoteletts oder Hühnerbrüsten machen – aber Kalb ist das Beste!
Persönlich bevorzuge ich einen etwas kräftigeren Käse: reifer Brie oder Camembert ist sensationell! Oder Roquefort oder Gorgonzola! Probiert einfach mal aus.
Aber aufpassen wegen dem Salz – Prosciutto und Käse sind sehr salzig, da ist oft kein weiteres Salzen mehr nötig.

 

Siehe hier:

www.chefkoch.de/rezepte

Privatrestaurants: Wenn Hobby­köche einladen

§ September 6th, 2014 § Filed under Restaurants § Tagged , Comments Off on Privatrestaurants: Wenn Hobby­köche einladen

Gemütlich essen in fremden Wohn­zimmern und mit Menschen, die man noch nie vorher gesehen hat: Dieser Trend aus den USA ist mitt­lerweile auch nach Deutsch­land geschwappt, vor allem in große Städte wie Berlin. „Supper Clubs“ heißen solche Privatrestaurants. Hier lesen sie, was diese „Restaurants“ von konventionellen Lokalen unterscheidet und wie Interes­sierte ein Privatrestaurant finden.

Schuhe aus – und die Toilette ist den Gang runter

Schuhe ausziehen?“ – „Ja, bitte.“ Frank Pröß­dorf steht im Flur seiner Berliner Drei­zimmerwohnung, die er zusammen mit seiner Frau bewohnt. Neun Gäste führt der 30-Jährige der Reihe nach in sein Wohn­zimmer. Außer einem befreundeten Paar kennt Frank Pröß­dorf niemanden von ihnen. Auch die Besucher unter­einander sind sich fremd. Alle haben am Tag zuvor eine E-Mail bekommen mit genauen Angaben zum Ort der Veranstaltung. Der Gast­geber räuspert sich: „Will­kommen im Voi Supper Club. Schön, dass ihr da seid. Die Toilette ist den Gang runter, erste Tür rechts. Es gibt keinen Schlüssel, also lasst am besten das Licht an, wenn ihr im Bad seid.“

Der Ursprung liegt in Kuba

Supper Clubs wie den von Frank Pröß­dorf gibt es über­all auf der Welt. „Supper“ ist das eng­lische Wort für „Abend­essen“. Der Ursprung der Supper Clubs liegt vermutlich in Kuba. Dort laden Familien seit langem zu sich nach­hause ein und kochen für Touristen, die echtes kuba­nisches Essen und Lebens­gefühl kennen­lernen wollen. Mit den Jahren ist der Trend auch nach Deutsch­land geschwappt. Mehr als 60 Privatrestaurants gibt es hier­zulande, gut die Hälfte in Berlin. Jeder Supper Club ist einzig­artig. Es gibt keine gesetzlichen Regeln, denen die Betreiber folgen müssen. Die Lokale sind nirgendwo offiziell gemeldet.

Der IT-Experte steht am Herd

Hanna und Frank Pröß­dorf sind keine gelernten Köche. Sie ist Lehrerin, er arbeitet in der IT-Branche. Beide begeistern sich für gutes Essen, ein Luxusmenü ist ihnen schon mal ein paar hundert Euro wert. Sie sind in Familien aufgewachsen, deren Leben sich in der Küche abspielte. „Mein Vater ist Koch. Dadurch wollte ich immer schon Rezepte ausprobieren“, sagt Hanna Pröß­dorf. Ein paar Mal waren die beiden schon selber in fremden Wohn­zimmern zu Gast.

Die Menüs zeigen die Herkunft

Dann entschieden sich die Pröß­dorfs, es mit einem eigenen Privatrestaurant auszupro­bieren. Sie nennen es „Voi“. Es ist der finnische Name für „Butter“. „Wir wollten es kurz und prägnant“, erklärt Hanna Pröß­dorf, die Finnin ist. Ihre Herkunft soll sich möglichst in den Menüs widerspiegeln, mindestens die Über­schriften auf der Speisekarte sind auf Finnisch.

Gewinn machen ist nicht erlaubt

Ob das Betreiben von Supper Clubs in Deutsch­land legal ist, darüber grübeln die Experten. „Auf zivilrecht­licher Ebene ist das Betreiben eines Supper Clubs unpro­blematisch“, erklärt Katja Brzezinski, die Geschäfts­führerin der Forschungs­stelle für Deutsches und Europäisches Lebens­mittel­recht der Universität Bayreuth. Zwischen Gast­geber und Gast werde mündlich ein Vertrag geschlossen. „Nichts gegen einen kulinarischen Abend in privater Atmosphäre“, sagt auch Ingrid Hartges, Haupt­geschäfts­führerin des Deutschen Hotel- und Gast­stätten­verbands (Dehoga). Zu hinterfragen sei aber, „ob und in welchem Maße gastrono­misch mit Gewinn­erzielungs­absicht agiert wird. Damit hätten wir definitiv ein Problem.“ Kurzum: Wird Geld verdient, verwandelt sich das Privatrestaurant in einen Gastronomie­betrieb. Der Betreiber muss ein Gewerbe anmelden, Steuern zahlen und Auflagen beachten – vom Brand­schutz bis zu Hygiene­vorschriften.

„Sie wissen nicht, wer wir sind“

Die Stutt­garterin Christine Windisch* wähnt sich auf der Seite des Gesetzes. Seit einem Jahr laden ihr Freund und sie alle drei Monate zum Supper Club „Frida Kahlo“, dem ersten und bislang einzigen in Stutt­gart. „Wir heben alle Belege auf, um notfalls zeigen zu können, dass wir keinen Verdienst haben“, betont die Gast­geberin. Ihren richtigen Namen möchte sie nicht nennen. Das Geheim­nisvolle gehöre zum Erlebnis, davon sind die Club­ver­anstalter über­zeugt. „Unsere Gäste wissen nicht, wer wir sind, wir wissen nicht, wer kommt. So bleibt es für alle eine Über­raschung, bis wir uns an der Tür treffen.“ In ihrem Wohn­zimmer essen Menschen, die sich mitunter zu weiteren Treffen verabreden. „Das ist das Bereichernde“, freut sich die Stutt­garterin. „Wir bringen Leute zusammen, die sonst nie an einem Tisch sitzen würden.“

Nach Allergien fragen sie per E-Mail

Hanna und Frank Pröß­dorf haben jedes Essen mindestens einmal gekocht und gegessen, bevor sie es anderen anbieten. Mögliche Allergien oder Unver­träglich­keiten fragen sie vor der Menüplanung sorg­sam per E-Mail ab. Eine Teilnehmerin dieses Abends darf wegen einer Auto­imm­unerkrankung der Schild­drüse beispiels­weise kein jodiertes Speisesalz essen. Die Pröß­dorfs reizt vor allem der Nervenkitzel, in kurzer Zeit für mehrere Personen ein perfektes Menü zu kredenzen. „Es geht um die Heraus­forderung – schaffen wir es oder nicht?“, erzählt Hanna Pröß­dorf, als sie sich gegen Mitter­nacht mit ihrem Mann zu den Gästen im Wohn­zimmer gesellt. Selbst­gemachte Champagnertrüffel und fruchtiger Milchs­hake im Schokobecher machen zum Abschluss die Runde. Die Besucher diskutieren die richtige Konsistenz der Schoko-Rotweinsoße und sind uneins: War Hirsch oder Wachtel besser?

Besucher tragen das Risiko

Sollte sich ein Gast einmal den Magen in einem Supper Club verderben, muss er nach­weisen, dass der Betreiber einen Fehler gemacht hat. Im Restaurant dagegen liegt die Beweislast nicht beim Gast. Der Wirt muss belegen, dass das Essen okay war. „Das ist ein Risiko, das man als Gast eines Supper Clubs eingeht“, so Wolfgang Voit von der Forschungs­stelle für Lebens­mittel­recht der Uni Marburg. „Niemand kann ernst­haft erwarten, dass Privatpersonen Hygiene­stan­dards wie Gast­stätten einhalten.“ Auch für rutsch­feste Böden, besonderen Feuer­schutz oder speziell abge­sicherte Balkonbrüstungen ist in den Privatclubs von Amts wegen niemand zuständig. „Das sind ganz normale Wohnungen“, betont Tanja Lier, Leiterin des Stadt­entwick­lungs­amts Berlin-Mitte, dem auch die Bauaufsicht untersteht. „Wenn man so eine Einladung annimmt, geht man auf eigene Gefahr hin.“

40 Euro pro Person in den Karton

Diese Bedenken sind den Gästen von Hanna und Frank Pröß­dorf fremd. Neben der Lust auf gutes Essen hat sie die Neugier in den Supper Club getrieben. „Das hier ist eine ganz andere Art, neue Leute kennen­zulernen“, sagt Daniel Kirsch*, der ein paar Häuser weiter wohnt. Während sonst Gäste zwischen 40 und 50 Jahre kommen, sind die Besucher an diesem Abend zwischen 25 und 35 Jahre alt. Sie haben Gemein­samkeiten entdeckt, viel gelacht. Den Gast Thilo Utke reizt das Einzig­artige: „Das kannst du nicht repro­duzieren.“ Es ist ein Uhr nachts, als die Gast­geber an die Bezahlung erinnern. 40 Euro pro Person berechnen sie für Essen und Wein. Als Kasse dient ein Schuhkarton, gut sicht­bar aufgestellt neben der Tür.

 

 

Von:

www.test.de/Privatrestaurants-Wenn-Hobbykoeche-einladen-4744602-0